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Spielzeit 17/18: Hinein + Versetzen

Spielzeit 17/18: Hinein + Versetzen

Ich heiße dich herzlich in meiner 12. Spielzeit als Theaterpädagoge & Regisseur willkommen. In der Spielzeitpause habe ich mich ganz auf das Familienleben konzentriert, denn im Sommer 2017 durfte ich zum dritten Mal stolzer Vater werden. Diese besondere Zeit hat uns einander näher gebracht und uns als Familie wachsen lassen. Wachstum heißt gleichzeitig auch Veränderung -  sich gemeinsam neu sortieren.

Premiere: Antonia - vergessen und vergessen werden

Premiere: Antonia - vergessen und vergessen werden

Die Neue Studiobühne kehrt zurück an den Platz vor dem Museum im Baiersbronner Oberdorf, wo vor 16 Jahren das Baiersbronner Sommertheater seine erste Aufführung hatte. Mit Regisseur Rob Doornbos bringt die Schauspieltruppe das Stück „Antonia - vergessen und vergessen werden“ (Frei nach Antigone von Sophokles) auf die Bühne, speziell für die Studiobühne von der jungen Autorin Friederike Geiger Wingerter.

Kids bewegt alle!

Kids bewegt alle!

Der Spiegelsaal der Bildungseinrichtung bebt einmal wöchentlich für zwei Stunden, wenn Trommellehrer Notker Dreher mit knapp zwanzig Viertklässlern in die afrikanische Percussionkunst eintaucht: Die Kinder spielen auf Basstrommeln und Djemben, einige Mädchen tanzen dazu, in immer wieder neuen Raum- und Klangkonstellationen nutzen sie auch Glocken, Rasseln und Balafon.

Darf ich vorstellen: Kerstin Zelinka

Ich möchte euch in verschiedenen Blogeinträgen meine AssistentInnen & PraktikantInnen vorstellen, die mich in dieser Spielzeit begleiten werden. Kerstin macht in der Spielzeit 16/17 ein Schnupperpraktikum bei mir. Ich habe sie bei dem Doppel-Fachtag "Theater mit Kindern und Jugendlichen“ kennengelernt. Kerstin beendete letztes Jahr ihre theaterpädagogischer Ausbildung an der Theater Akademie Stuttgart.

Ab nach Berlin - 125 Deutsches Amateurtheater

Ab nach Berlin - 125 Deutsches Amateurtheater

Der Smog scheint uns die Sicht zu rauben. Verschmutzt ist die Luft, der Blick vernebelt. Bilder, welche die Ignoranz unserer Gesellschaft beschreiben. SMOG! handelt von BeobachterInnen des Alltags. Am Bahnhof treffen wir auf sie, und sie beschreiben uns mit ihren Mitteln und Ressourcen Beobachtungen, die trotz Alltagsnähe von höchster gesellschaftlicher Relevanz zu sein scheinen.

Alles für die Kunst? Art but Fair!

Alles für die Kunst? Art but Fair!

Vor 10 Jahren habe ich mich dazu entschieden hauptberuflich als Theaterpädagoge und Regisseur zu arbeiten. Ich habe es gewagt, mich in eine Selbstständigkeit zu begeben. Das war und ist an jedem einzelnen Tag noch ein einzigartiges Abenteuer, das allerdings mit viel Verantwortung verbunden ist; gerade jetzt, da ich eine Familie gegründet habe, wird mir dies noch mal deutlicher.

AmateurschauspielerInnen gesucht!

AmateurschauspielerInnen gesucht!

Vom 12. bis 14. Mai 2017 feiert der Bund Deutscher Amateurtheater sein 125-Jähriges Jubiläum in Berlin. Wir haben die Chance im Rahmen dieses Jubiläums, Baden-Würrtemberg zu vertreten. Gemeinsam mit euch AmateurschauspielerInnen aus allen Ecken von Baden-Württemberg, wird in Stuttgart eine 20-minütige Performance für dieses Jubiläum erstellt. In einer Konzeptionsprobe und zwei Intensivwochenenden wird die Performance eingeprobt und ausgearbeitet.

Darf ich vorstellen: Gabriel Meier

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Ich möchte euch in verschiedenen Blogeinträgen meine AssistentInnen & PraktikantInnen vorstellen, die mich in dieser Spielzeit begleiten werden. Gabriel macht in der Spielzeit 16/17 ein Berufsorientierungswoche bei mir. Ich habe ihn in der Produktion „Wir Wollen Wildnis“, die ich im Rahmen des Kulturagentenprogramms erstellt habe, kennengelernt. Gabriel spielte als Moderator eine tragende Rolle in diesem Stück. Ich freue mich Gabriel eine Woche Einblicke in meiner Arbeit geben zu dürfen und hoffe ihn weiter zu bringen in dem, was er machen möchte.

Was interessiert dich am Theater? 

Bei Theater denke ich an Schauspiel, das auf der Bühne stehen mit anderen Menschen. Dabei kann man sich entfalten und seine eigene Mimik, Stimme und den eigenen Körper kennenlernen. Wie man zum Bespiel einzelne Wörter betont oder wie man eine Rolle gut verkörpern kann. Auch lernt man bessere Entscheidungen zu treffen und bereichert sein Allgemeinwissen. Die Begegnung mit sich und anderen finde ich spannend, es ist etwas, das man sein ganzes Leben braucht.

Warum ein Praktikum bei Rob?

Ich stelle mir vor, dass ein Praktikum bei Rob viel Spaß machen kann. Er ist viel unterwegs und ich erkunde somit viele neue Gegenden. Ich erhoffe mir viele neue Leute zu treffen und mit denen das beste daraus zu machen. Ich möchte diese Erfahrungen gerne nutzen und glaube damit klar im Vorteil zu sein.

Was möchtest du gerne im Praktikum machen?

Ich bin natürlich gespannt auf alles, was auf mich zukommt. Ich bin speziell am komödiantischen Bereich interessiert. Ich reiße gerne Witze und bringe Leute gerne zum Lachen. Vielleicht kann ich während des Praktikums bei Rob lernen wie man einen Witz gut präsentieren kann.

Theater und das Eintauchen in Welten!

Letzten Sonntag war ich zusammen mit meinem Team in Baiersbronn, um die spannende, neue Produktion voranzutreiben. Wir bekamen eine 2,5 stündige Führung durch die Gemeinde Baiersbronn. Uns erwartete nicht nur eine kleine Reise durch die Geschichte, vielmehr erlebten wir einen sonnigen Sonntagmorgen in Baiersbronn, welcher uns einen klaren, offenen Blick in das Lebensgefühl vor Ort bot. Es war ein Erlebnis, zu erfahren wie sich diese Gemeinde zu dem entwickelte, was sie heute ist. Es war eine Freude zu betrachten, wie mit glänzenden Augen von Anekdoten des Lebensalltags erzählt wurde.

Warum das Ganze?
In Zusammenarbeit mit der jungen Autorin Friederike Geiger Wingerter wage ich mich dieses Jahr an ein Stück, welches in Baiersbronn selbst spielt. Es handelt sich um eine Bearbeitung von Antigone, welche von der Schriftstellerin maßgeschneidert für die Gruppe verfasst wurde.
Das Stück wird das Lebensgefühl und ein paar gängige Anekdoten der Dorfbewohner mitaufnehmen und versuchen auf diese Weise eine besonders authentische Umgebung zu schaffen, damit die Auseinandersetzung mit dem wichtigen Thema „mitfühlen" gelingt.

Es ist für mich ein ganz besonderes Projekt, weil es eine intensive Auseinandersetzung mit den Menschen und Gegebenheiten vor Ort einfordert. Dieses Jahr wird alles extrem plastisch, das entspricht besonders meiner Art und Weise zu arbeiten. Für mich ist Theater nicht nur etwas, was auf der Probebühne und schließlich auf der Bühne stattfindet. Ich bin überzeugt davon, dass der Inhalt eines Stückes erst dann lebendig wird, wenn man ihn angefasst hat.
Diese Kraft des Erlebens habe ich zum ersten mal gespürt, als ich im Hebbeltheater in Berlin die Inszenierung "Seemannslieder" von Christoph Marthaler anschaute. Ich war so beeindruckt von der Atmosphäre und der Überzeugung, mit welcher die Schauspieler und Schauspielerinnen auf die Bühne standen. Als ich im Anschluss erfuhr, dass Marthaler bei einer seiner ersten Proben mit den Schauspielern in einer Hafenkneipe saß, war ich fasziniert und mir ging ein Licht auf.

Fachforum Kulturelle Bildung in Baden-Württemberg

Am Montag, den 24.10.2016 fand im FITZ!- Zentrum für Figurentheater Stuttgart ein Fachforum statt, dasdurch TuSCH-Stuttgart organisiert wurde. Es stand unter dem Titel "Künstler und Kulturvermittler in der Schule - Erlebnispädagoge, Fachpartner oder Kollege?". 

In einem Impulsvortrag, Erfahrungsberichten und verschiedenen Arbeitskreisen ging es darum, wie KulturvermittlerInnen und Schulen kooperieren. Wie kann die Zusammenarbeit zwischen KulturvermittlerInnen und Schulen am besten gelingen?

Für die theoretische Grundlage referierte Herr Christian Kammler von der der Phillipps-Universität Marburg über „Künstler und Kulturvermittler in der Schule – Partner für Schulentwicklung“. Er präsentierte zunächst eine Studie über Schulen in Hessen, die einen besonderen Akzent auf die künstlerische Arbeit mit den SchülerInnen legen. Die Studie untersucht, wie diese 2008 initiierten „Kulturschulen" funktionieren und welche Faktoren Einfluss auf eine gelungene Kooperation hatten.

Herr Kammler gab praktische Tipps für die Zusammenarbeit zwischen KünstlerInnen und Schulen und berichtete von Erfahrungen. Er hält es für wichtig, dass die Zusammenarbeit auf Augenhöhe geschieht.

"Wenn KünstlerInnen denken, sie wissen für die Arbeit mit SchülerInnen sowieso schon alles. Oder anders herum LehrerInnen, die KünstlerInnen nicht auch als PädagogInnen wirken lassen, ist die gemeinsame Arbeit gefährdet.
Mit Feingefühl und Verständnis für die gegenüberstehende Profession, können beide viel voneinander lernen und nur profitieren. "

Auch in den Erfahrungsberichten der verschiedenen KünstlerInnen kam dieser Aspekt immer wieder auf. Wir stellten fest, dass zu den wichtigsten Bestandteilen einer erfolgreichen Zusammenarbeit auf jeden Fall die Wertschätzung der Arbeit des Anderen, regelmäßiger Kontakt und Austausch und ein gemeinsames Definieren und Ausrichten der Arbeit, gehört. Wenn es unterschiedliche Zielsetzungen und Vorstellungen gibt, muss sich die KulturvermittlerIn in die LehrerIn hineinversetzen und anders herum.

Der Austausch und die Diskussionen in den Arbeitskreisen waren bereichernd und hilfreich. Sie zeigten, dass es wichtig ist Kontakte zu knüpfen und zu erhalten, damit unsere Arbeit immer wieder aufs Neue reflektiert wird und durch den Austausch das Erfahrungsrepertoire des Berufszweiges wachsen kann- wir uns immer weiter profesionalisieren.

Neuer Partner: Schwarzwaldschule Rheinstetten

Am letzten Donnerstag, den 20. Oktober 2016, traf ich mich mit der Schulleitung und verschiedenen Lehrern der Schwarzwaldschule Rheinstetten. Gemeinsam haben wir die ersten Grundsteine einer neuen Kooperation gelegt. In der Spielzeit 2016/17 werde ich an dieser Schule als Theaterpädagoge gleich in drei verschiedenen Klassen Projekte durchführen.
Das erste Projekt ist eine ganzjährige Produktionsarbeit mit einer 7. Klasse, die ihren Abschluss in verschiedenen Aufführungen finden wird. Wir proben wöchentlich im musischen Raum der Schule. Die Schüler erlernen Theaterhandwerk und tauchen in einen kreativen Prozess ein, bei dem Stärken und Schwächen ans Licht kommen. Das Theaterprojekt schließt an eine fächerübergreifende Kompetenzanalyse der Schüler der 7. Klasse an.
Das zweite Projekt findet in einer ersten Klasse statt und geht auch über das gesamte Schuljahr. Der Schwerpunkt liegt hier auf der Vermittlung von sozialen Kompetenzen. Welche Verantwortung trage ich als Mitglied einer Gruppe? Wo sind meine Grenzen und die der anderen? Und welche Auswirkung hat mein Verhalten auf andere? Mehrmals im Jahr wird die Klasse kleine Auftritte für Mitschüler, Eltern und eine kleine Öffentlichkeit haben.
Das letzte Projekt spielt sich in einer vierten Klasse ab, die schon einmal ein ganzjähriges Theaterprojekt erlebt hat. Vorhandene Erfahrungen werden abgerufen und wieder zum Leben erweckt. Im letzten Quartal des Schuljahres wird für den Grundschulabschied ein kleiner Beitrag entwickelt. Thematisch orientiert sich das Projekt an einem höchstspannenden und aktuellen Thema, nämlich: Europa.

Ich freu mich auf die umfassende und hoffentlich herausfordernde Zusammenarbeit mit dieser Schule.

Darf ich vorstellen: Irina Kühnlein

Ich möchte euch in verschiedenen Blogeinträgen meine AssistentInnen & PraktikantInnen vorstellen, die mich in dieser Spielzeit begleiten werden. Irina ist für die Spielzeit 16/17 meine Assistentin. Fast überall wo ich bin, wird auch sie sein.

Wir haben uns im Theater die Käuze in Karlsruhe-Waldstadt kennengelernt. Drei Jahre in Folge habe ich dort als Theaterpädagoge ein Workshopwochenende für die Jugendgruppe des Theaters gegeben. Als ich Irina gefragt habe, was sie nach der Schule machen will, sagte sie mir, dass sie es noch nicht genau wüsste. Ich habe ihr dann angeboten, sich bei mir zu melden, wenn ihr langweilig werden würde. So kam die Zusammenarbeit zustande. Ich freue mich auf die intensive Arbeit mit Irina und bin gespannt, worauf wir gemeinsam zusteuern.

Was interessiert dich am Theater?

Irina: Theater ist manchmal wie eine Plattform, auf der man den Alltag und die Rollen und Positionen, die man darin ausfüllt, hinter sich zulassen. Natürlich nicht für lange. Aber dass man immer wieder zurückkehren kann, dass man Rollen spielen kann ohne die Angst, die bekannten Rollen im „wirklichen“ Leben auf einen Schlag zu verlieren, ermöglicht es jedem, immer mehr über sich selbst und Andere zu lernen und sich auszuprobieren. Das finde ich spannend.
Gleichzeitig bedeutet es, das man sich auf andere Persönlichkeiten einlässt, dass man versucht nachzuvollziehen, was Menschen, die einem fremd sind, denken und wie Andere handeln – dass man diese Fremden versteht, dass sie sozusagen zu Bekannten werden.

Was war das beeindruckendste Erlebnis während des Praktikums?

Irina: Rob arbeitet als Theaterpädagoge oft mit den Kindern an der Entwicklung von Szenen. Beeindruckend finde ich, wie aus einer spontanen Idee eine immer ausgefeiltere Geschichte wächst, ist für mich jedes Mal von Neuem beeindruckend. Es gibt viele besondere Momente, die man vielleicht spontan nicht als groß oder beeindruckend bezeichnen würde, die aber doch berührend sind, in denen man den Eindruck hat, man hat etwas verstanden.

Warum ein Praktikum bei Rob?

Irina: Beim Theater ist man  nah am Menschen dran, man arbeitet mit und an Menschen. Dem muss man gerecht werden, mit all der Arbeit, die dahintersteht. Aber daran wächst man auch. Rob fordert einen, ohne zu überfordern und er weiß  genau, was er dir zutrauen kann, oder noch nicht. Ich denke, dass ich viel lernen werde.

Womit beschäftigst du dich derzeit?

Irina: Das Projekt, in das ich gerade am meisten Zeit investiere ist eine Grundschule in Rastatt, wo seit zehn Jahre Theater mit Kindern gemacht wird. Dort wird aus einem Kellerraum einen Theaterraum gemacht. Im Moment geht es dabei beispielsweise  darum, diesen Raum darzustellen und eine Kostenaufstellung von allen nötigen Umbauarbeiten zu machen.

Darf ich vorstellen: Laura Hammel

Ich möchte euch in verschiedenen Blogeinträgen meine AssistentInnen & PraktikantInnen vorstellen, die mich in dieser Spielzeit begleiten werden. Laura macht bis Dezember ein Praktikum bei mir und wird danach für ein halbes Jahr nach Süd-Afrika gehen.

Wir haben uns in einer theaterpädagogischen Facebookgruppe kennengelernt. Weil sie auf der Suche nach einem Praktikum in der Nähe von Karlsruhe war, hat sie dort einen Aufruf gestartet.  Ich habe sie dann angeschrieben und wir haben uns auf einen Kaffee getroffen. Laura wird in den kommenden Monaten in allen Projekten von mir mitlaufen und assistieren. Außerdem wird sie verschiedene organisatorische Aufgaben übernehmen.

WAS INTERESSIERT DICH AM THEATER?

LAURA: Ich finde am Theater toll, dass man komplett, mit seinem ganzen Wesen in andere Rollen schlüpfen kann. Man kann sich selbst im Spielen verlieren. Dadurch lernt man sich selbst und andere neu kennen und das ist total spannend. Durch Theaterspielen entwickelt sich die Persönlichkeit eines Menschenweiter, das bietet unglaublich viele Möglichkeiten. Ich finde es schön zu sehen, wie sich Menschen durch das Spielen präsentieren können und zeigen können was sie drauf haben.

WAS WAR DAS BEEINDRUCKENDSTE ERLEBNIS WÄHREND DEINES PRAKTIKUMS?

LAURA: Mich beeindruckte in den letzten Wochen, dass sich die vielen Kinder und Jugendlichen auf das Theater spielen einlassen. Kinder und Jugendliche verschiedenen Alters, Klassen verschiedener Schulen, ganz unterschiedliche Charaktere aber alle ließen sich früher oder später auf das Spielen ein. Sie ließen sich von Rob begeistern und trauten sich durch Ihn etwas zu.

WARUM EIN PRAKTIKUM BEI ROB?

LAURA: Schon länger habe ich mir überlegt ein Praktikum bei einem Theaterpädagogen zu machen. Ich spiele selbst Theater und merke immer wie gut mir und Anderen das tut, wie viel Spaß es macht und wie es die Persönlichkeit prägt. Ich bin Jugend- und Heimerzieherin und betreue Kinder und Jugendliche, die in der Vergangenheit einige Herausforderungen bewältigen mussten und dies wird auch immer wieder auf sie zukommen. Ich denke Theater würde sie in ihrer Persönlichkeit stärken, aber ihnen auch die Möglichkeit geben, die Dinge aus anderern Perspektiven zu betrachten. Ich habe mir überlegt, mich in diese Richtung weiterzubilden. Davor wollte ich aber hautnah mitbekommen, wie ein Theaterpädagoge arbeitet. Als ich Rob´s Homepage entdeckt habe, war ich beeindruckt und gespannt mehr zu erfahren. Ich bin froh, dass ich bis Dezember ein Praktikum machen kann und bin gespannt was alles kommen wird.

 

 

Darf ich vorstellen: Friederike Wingerter

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Ich möchte euch in verschiedenen Blogeinträgen meine AssistentInnen & PraktikantInnen vorstellen, die mich in dieser Spielzeit begleiten werden. Friederike ist ja ein vertrautes Gesicht, weil Sie mich letztes Jahr auch die ganze Spielzeit über bei meiner Arbeit begleitet hat.

Wir lernten uns bei einem Projekt an der Pädagogischen Hochschule in Karlsruhe kennen. Als Teilnehmerin des Projektes trug sie einen faszinierenden Text vor, der mich beeindruckt hat. Im Anschluss an die Präsentation sprach ich sie darauf an, ob Sie sich vorstellen könnte einen Text für mich zu schreiben. Dies führte in der letzten Spielzeit dazu, dass Sie mich in vielen Projekten als Assistentin begleitete. Außerdem schrieb Sie das Stück "Für unsere Väter #ruhigblut“, womit wir in Stuttgart eine Uraufführung feierten. In dieser Spielzeit wird sie bei der Neuen Studiobühne in Baiersbronn und bei KidS in Rastatt zu sehen sein, außerdem macht sie redaktionelle Arbeit hinter den Kulissen.

Was interessiert dich am Theater?

Friederike: Das Theater bietet Ausflüchte aus dem richtigen Leben und verzögert zeitgleich Erlebnisse daraus. Es kann dich vollkommen verschlucken, wenn du in Endprobenwochen nur noch einen schwarzen Raum von innen siehst und in einer komplett verzerrten Zeit-Raum-Beziehungs-Wahrnehmung lebst.
Es bietet Möglichkeiten zur Zusammenarbeit von verschiedensten Menschen, es beweist dass das Mitfühlen noch eine Rolle spielt, es bringt Struktur in unser Denken und lässt uns auf Gründe in unserem Verhalten stoßen, die wir vorher nie erahnt hätten.
Es kann alles präsentieren, was mir in dieser Gesellschaft oft zu fehlen scheint.

Was war dein beeindruckenstes Erlebnis?

Friederike: Ich habe bei der Produktion „Für unsere Väter #ruhigblut“ in Stuttgart mitgewirkt. Zusammen mit Rob und der Gruppe haben wir den Stücktext konzipiert und ich habe dann alles auf Papier gebracht. Für mich war das beeindruckendste Erlebnis wohl, wie ich bei der Premiere hinten im Licht-und Tonkämmerchen saß, von dort aus auf einem kleinen Display erspähte, wie das Publikum und die Schauspielerinnen und Schauspieler eine Verbindung eingingen. Eine Verbindung mithilfe von meinen Texten. Es hat mich im Innersten beruhigt, das zu sehen. Ich habe mich verstanden gefühlt - es wurde mitgefühlt.

Warum ein Asisstenz bei Rob?

Friederike: Rob symbolisiert für mich die Arbeit am Theater. Zum einen ist sie einfühlsam und weiß was du brauchst- sie nimmt Rücksicht und fühlt mit. Zum Anderen stecken klare Konzepte, Vorstellungen, viel Arbeit, Vereinbarungen und manchmal sogar Kompromisslosigkeit dahinter, die mir auch nötig erscheinen. Rob erkennt deine Stärken und arbeitet mit diesen. Wenn du es willst, macht er dich mit ihnen zum Teil eines Projektes. Eigentlich kann man nur dazu lernen, je mehr du mitnehmen willst, desto mehr nimmst du aus einem Praktikum bei Rob auch mit.

Spielzeit 2016/17 ist online!

Es war eine schwere Geburt, aber die Spielzeit 2016/17 steht online und lässt sich zeigen! Ich freue mich über viele, tolle Projekte und Workshops in dieser Spielzeit. An vielen Baustellen darf ich dieses Jahr weiter arbeiten, andere sind neu.
Besonders freue ich mich auf das Jubiläumsjahr bei KidS in Rastatt, hier werden dieses Jahr einige spannende Entwicklungen stattfinden. Neben vielen, tollen Veranstaltungen arbeiten wir dieses Jahr an einigen strukturellen Aspekte des Projektes. So haben wir seid diesem Jahr eine Projektkoordinatorin, die das Projekt organisatorisch betreut.
Neu dieses Jahr ist die Arbeit für das Amateurtheater in Bayern. Ich bin in der ersten Halbzeit gleich zweimal mit Workshops dort unterwegs. Zudem ist neu, dass ich dieses Jahr zum ersten mal, im Auftrag des Landesverbandes Amateurtheater BW, eine Fachtagung organisiere das Thema: "Theater mit Kindern und Jugendlichen". Mehr hierüber findet ihr bald auf meiner Webseite.
Ein ganz spanendes Projekt wird für mich auch, die Gründung einer neuen theaterpädagogischen Initiative für Baden-Württemberg. In der zweiten Hälfte der Spielzeit werden hierzu mehr Informationen zu finden sein unter www.theaterland.de.

Wenn du immer auf dem neusten Stand bleiben willst, kannst du auch meinen Newsletter "Theater für Alle“ abonnieren. Bis bald!

IMPULS Stuttgart geht weiter!

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Yeah! Heute geht es weiter mit meine Arbeit für das Staatstheater in Stuttgart. Zum zweiten mal mache ich mich auf dem Weg um mich mit Schüler über eine Inszenierung auseinander zu setzen. Diesmal arbeite ich im Team mit Boglarka Rainer, sie arbeitet viel im Forum der Kulturen Stuttgart und organisiert das Festival "Made in Germany" . 

Im Projekt IMPULS MusikTheaterTanz setzen sich die Kinder spielerisch mit den Figuren und Themen der Inszenierung auseinander – Familie, arm und reich, Gerechtigkeit und Freundschaft – und erfinden eigene Szenen dazu. Dabei erleben sie die Wirkung ihrer Stimme, sowie des Körpers und lernen die Ausdrucksmöglichkeiten und Mittel von Theater kennen.
Nach den Workshops schauen die Kinder gemeinsam die Aufführung Pünktchen und Anton im Schauspiel Stuttgart an, zu der pro Kind auch ein Elternteil mit eingeladen ist. Sie treffen auf die Schauspielerinnen und Schauspieler und blicken bei einer Führung hinter die Kulissen des Schauspiel Stuttgart.
Bei einer Werkstattpräsentation zeigen die Kinder ihre selbst erarbeiteten Szenen für Eltern und Gäste auf einer Bühne in der Spielstätte Nord.

Lehrerworkshops in ganz Baden-Württemberg

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Heute fange ich mit einer neuen Workshopreihe für die Württembergische Landesbühne Esslingen zum Thema Stückentwicklung an. Ich freue mich darüber bis Ende des Jahres Lehrerinnen und Lehrern in ganz Baden-Württemberg ein Basiswissen zum Stückentwicklung vermitteln zu dürfen. Es sind fast alle Workshops voll, allerdings lohnt es sich auf jeden Fall bei Interesse noch einmal nach zu fragen, ob es noch freie Plätze gibt. Der Workshop kostet €50 und ist für die Menge an Wissen welches ihr da bekommt ein Schnäppchen ;-) Ich freu mich auf euch!

Termine

Villingen-Schwenningen, Theater am Ring
Montag, 19.10.2015, 10.00–17.00 Uhr
Kosten: 50,00 Euro

Ravensburg, Theater Ravensburg
Dienstag, 20.10.2015, 10.00–17.00 Uhr
Kosten: 50,00 Euro

Leonberg, Theater im Spitalhof
Donnerstag, 22.10.2015, 10.00–17.00 Uhr
Kosten: 50,00 Euro

Künzelsau, Rathaus
Donnerstag, 19.11.2015, 10.00–17.00 Uhr
Kosten: 50,00 Euro

Biberach/Riss, Stadthalle
Montag, 23.11.2015, 10.00–17.00 Uhr
Kosten: 50,00 Euro

Ehingen, vhs Ehingen
Dienstag, 24.11.2015, 10.00–17.00 Uhr
Kosten: 50,00 Euro

22. Juni Premiere Mybloxx im Pavillon

Heute ist es soweit, nach viele Jahre Vorbereitung, viele Stunden Workshoparbeit und ein aufregender Drehtag - ist heute die Premiere von Mybloxx. Ich habe in den letzten Monate fünf Stadtteile betreuen dürfen in der Entstehung ihrer Geschichte. Es war für mich als Theatermacher ein ganz andere Arbeit, als die ich sonst mache - habe aber viel gelernt von dieses Projekt. Ich habe gelernt die Welt um mich herum noch viel mehr ein zu beziehen in meiner Arbeit. Es gibt so viel spannende Orte, Geschichten und Menschen um uns herum. Mybloxx erzählt nur ein Bruchteil der Geschichten die ich mit den Gruppen entwickelt habe. 

Heute Abend wird unser Film auf der Linewand strahlen, bis dahin müsst ihr es tun mit der Trailer des Filmes. Viel spaß!