Workshop Wahrnehmung in Wilhelmsdorf

Samstag war ich wieder Unterwegs in der Bodenseeregion und durfte diesmal gastieren im schönen Wilhelmsdorf. In das “Theater in der Scheune” durfte ich 15 Amateurspieler von zwei verschiedene Gruppen einen Tag berieseln; die Haustruppe der “Theater in der Scheune” und das Theater Melange aus Pfullendorf (Leitung: Jörg Ehni).

Neben das gegenseitige kennenlernen, war der Ausgangspunkt des Workshops das Thema “Wahrnehmung auf der Bühne”. Diese beide Theatergruppen werden im laufe dieser Spielzeit eine gemeinsame Produktion herausbringen. Ich bin stolz mit euch den Auftakt eure gemeinsame Produktion gemacht zu haben und wünsche die Gruppen viel Kreativität und Spielspaß zu!

Wahrnehmen, verarbeiten, ausdrucken.

- einen Workshop für Amateurspieler und andere Spielwutigen

Spielworkshop in Attenweiler

Es ist Sonntagabend und ich bin gerade nach Hause gekommen von ein wundervolles Wochenende auf der schwäbischen Alb. In der nähe von Biberach liegt das idillsiche Dörfchen Attenweiler. Hier durfte ich die letzte zwei Tage ein Workshop durchführen mit eine spielbegeisterte Gruppe Amateurspieler. Ausgangspunkt war mein Workshop zum Thema Sinneswahrnehmung, dabei landeten wir natürlich bei viele andere Themen die die Spieler mitbrachten.
 Obwohl die Spieler der Theatergruppe Attenweiler nur einige Monate im Jahr proben und aufführen, kam es mir wie eine kleine Familie vor. Ich habe mich aufgehoben gefühlt und wünsche diese Truppe eine erfolgreiche Spielzeit zu. Vielleicht sehen wir uns nächstes Jahr wieder!

Auf dem Weg nach Kiel!

Während ich das hier schreibe sitze ich in dem Zug nach Kiel. Dort findet dieser Woche das Schultheater der Länder statt. Das ist ein Bundesweites Festival für Schultheater das organisiert wird von dem Bundesverband Theater in Schulen (BVTS). Für dieses Festival können sich alle Schultheatergruppen in Deutschland bewerben. Aus jedes Bundesland wird ein Schultheatergruppe auserwählt die sein oder ihr Bundesland vertreten darf. 

Ich hatte letzte Spielzeit die ehrenvolle Aufgabe 2 Schultheatergruppen zu coachen, damit sie sich bewerben würden für dieses Festival. Ich war hellauf begeistert als ich erfuhr, dass die durch mich gecoachte Gruppe „tACTlos“ zum Festival durfte. tACTlos ist der Name für die Theater AG des Friedrich-Wöhler Gymnasiums in Singen. Sie arbeiteten letzes Jahr an das spannende Stück Digital.Zeit.Alter, das sie auch schon bei den Theatertage in Friedrichshafen präsentierten. Das Theaterstück ist wie eine Kollage aufgebaut und handelt sich um das Thema Internet und Macht. Mehr Informationen finden sie hier: https://tactlos.jimdo.com/

Ich freu mich auf diesen ersten Betriebsausflug in dieser Spielzeit: inspirierende Theatervorstellungen, Gespräche unter Kollegen und hoffentlich energiegeladene Jugendlichen! 

Spielzeit 18/19: Energie

Spielzeit 18/19:  Energie

Herzlich willkommen in meiner 13. Spielzeit als Theaterpädagoge & Regisseur. Ich bin Feuer und Flamme und freue mich wieder auf viele tolle theatrale Begegnungen.

Das Theater – ein eigenes Universum aus Raum, Materie & Energie. Es treibt mich schon seit 12 Jahren durch Baden-Württemberg und darüber hinaus. In Schulen, Stadttheatern, Vereine und viele andere Institutionen. Das Spielzeitmotto dieses Jahr lautet für mich: ENERGIE.

2018 - zum Anfang ein Rückblick

2018 - zum Anfang ein Rückblick

Es ist als ob die Spielzeit gestern angefangen hat, aber wir sind schon fast wieder in der Halbzeit. Die ersten Monate ging es bei mir ab, unerwarteter Weise kam viel, viel Arbeit auf mich zu. Neben allem schon Bekannten, hatte ich viele extra Workshops im Otto-Hahn-Gymnasium in Karlsruhe, ein spontanes Projekt für das Staatstheater Stuttgart und die Planung von meiner neuen Theaterinitiative........

Spielzeit 17/18: Hinein + Versetzen

Spielzeit 17/18: Hinein + Versetzen

Ich heiße dich herzlich in meiner 12. Spielzeit als Theaterpädagoge & Regisseur willkommen. In der Spielzeitpause habe ich mich ganz auf das Familienleben konzentriert, denn im Sommer 2017 durfte ich zum dritten Mal stolzer Vater werden. Diese besondere Zeit hat uns einander näher gebracht und uns als Familie wachsen lassen. Wachstum heißt gleichzeitig auch Veränderung -  sich gemeinsam neu sortieren.

Premiere: Antonia - vergessen und vergessen werden

Premiere: Antonia - vergessen und vergessen werden

Die Neue Studiobühne kehrt zurück an den Platz vor dem Museum im Baiersbronner Oberdorf, wo vor 16 Jahren das Baiersbronner Sommertheater seine erste Aufführung hatte. Mit Regisseur Rob Doornbos bringt die Schauspieltruppe das Stück „Antonia - vergessen und vergessen werden“ (Frei nach Antigone von Sophokles) auf die Bühne, speziell für die Studiobühne von der jungen Autorin Friederike Geiger Wingerter.

Kids bewegt alle!

Kids bewegt alle!

Der Spiegelsaal der Bildungseinrichtung bebt einmal wöchentlich für zwei Stunden, wenn Trommellehrer Notker Dreher mit knapp zwanzig Viertklässlern in die afrikanische Percussionkunst eintaucht: Die Kinder spielen auf Basstrommeln und Djemben, einige Mädchen tanzen dazu, in immer wieder neuen Raum- und Klangkonstellationen nutzen sie auch Glocken, Rasseln und Balafon.

Darf ich vorstellen: Kerstin Zelinka

Ich möchte euch in verschiedenen Blogeinträgen meine AssistentInnen & PraktikantInnen vorstellen, die mich in dieser Spielzeit begleiten werden. Kerstin macht in der Spielzeit 16/17 ein Schnupperpraktikum bei mir. Ich habe sie bei dem Doppel-Fachtag "Theater mit Kindern und Jugendlichen“ kennengelernt. Kerstin beendete letztes Jahr ihre theaterpädagogischer Ausbildung an der Theater Akademie Stuttgart.

Ab nach Berlin - 125 Deutsches Amateurtheater

Ab nach Berlin - 125 Deutsches Amateurtheater

Der Smog scheint uns die Sicht zu rauben. Verschmutzt ist die Luft, der Blick vernebelt. Bilder, welche die Ignoranz unserer Gesellschaft beschreiben. SMOG! handelt von BeobachterInnen des Alltags. Am Bahnhof treffen wir auf sie, und sie beschreiben uns mit ihren Mitteln und Ressourcen Beobachtungen, die trotz Alltagsnähe von höchster gesellschaftlicher Relevanz zu sein scheinen.

Alles für die Kunst? Art but Fair!

Alles für die Kunst? Art but Fair!

Vor 10 Jahren habe ich mich dazu entschieden hauptberuflich als Theaterpädagoge und Regisseur zu arbeiten. Ich habe es gewagt, mich in eine Selbstständigkeit zu begeben. Das war und ist an jedem einzelnen Tag noch ein einzigartiges Abenteuer, das allerdings mit viel Verantwortung verbunden ist; gerade jetzt, da ich eine Familie gegründet habe, wird mir dies noch mal deutlicher.

AmateurschauspielerInnen gesucht!

AmateurschauspielerInnen gesucht!

Vom 12. bis 14. Mai 2017 feiert der Bund Deutscher Amateurtheater sein 125-Jähriges Jubiläum in Berlin. Wir haben die Chance im Rahmen dieses Jubiläums, Baden-Würrtemberg zu vertreten. Gemeinsam mit euch AmateurschauspielerInnen aus allen Ecken von Baden-Württemberg, wird in Stuttgart eine 20-minütige Performance für dieses Jubiläum erstellt. In einer Konzeptionsprobe und zwei Intensivwochenenden wird die Performance eingeprobt und ausgearbeitet.

Darf ich vorstellen: Gabriel Meier

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Ich möchte euch in verschiedenen Blogeinträgen meine AssistentInnen & PraktikantInnen vorstellen, die mich in dieser Spielzeit begleiten werden. Gabriel macht in der Spielzeit 16/17 ein Berufsorientierungswoche bei mir. Ich habe ihn in der Produktion „Wir Wollen Wildnis“, die ich im Rahmen des Kulturagentenprogramms erstellt habe, kennengelernt. Gabriel spielte als Moderator eine tragende Rolle in diesem Stück. Ich freue mich Gabriel eine Woche Einblicke in meiner Arbeit geben zu dürfen und hoffe ihn weiter zu bringen in dem, was er machen möchte.

Was interessiert dich am Theater? 

Bei Theater denke ich an Schauspiel, das auf der Bühne stehen mit anderen Menschen. Dabei kann man sich entfalten und seine eigene Mimik, Stimme und den eigenen Körper kennenlernen. Wie man zum Bespiel einzelne Wörter betont oder wie man eine Rolle gut verkörpern kann. Auch lernt man bessere Entscheidungen zu treffen und bereichert sein Allgemeinwissen. Die Begegnung mit sich und anderen finde ich spannend, es ist etwas, das man sein ganzes Leben braucht.

Warum ein Praktikum bei Rob?

Ich stelle mir vor, dass ein Praktikum bei Rob viel Spaß machen kann. Er ist viel unterwegs und ich erkunde somit viele neue Gegenden. Ich erhoffe mir viele neue Leute zu treffen und mit denen das beste daraus zu machen. Ich möchte diese Erfahrungen gerne nutzen und glaube damit klar im Vorteil zu sein.

Was möchtest du gerne im Praktikum machen?

Ich bin natürlich gespannt auf alles, was auf mich zukommt. Ich bin speziell am komödiantischen Bereich interessiert. Ich reiße gerne Witze und bringe Leute gerne zum Lachen. Vielleicht kann ich während des Praktikums bei Rob lernen wie man einen Witz gut präsentieren kann.

Theater und das Eintauchen in Welten!

Letzten Sonntag war ich zusammen mit meinem Team in Baiersbronn, um die spannende, neue Produktion voranzutreiben. Wir bekamen eine 2,5 stündige Führung durch die Gemeinde Baiersbronn. Uns erwartete nicht nur eine kleine Reise durch die Geschichte, vielmehr erlebten wir einen sonnigen Sonntagmorgen in Baiersbronn, welcher uns einen klaren, offenen Blick in das Lebensgefühl vor Ort bot. Es war ein Erlebnis, zu erfahren wie sich diese Gemeinde zu dem entwickelte, was sie heute ist. Es war eine Freude zu betrachten, wie mit glänzenden Augen von Anekdoten des Lebensalltags erzählt wurde.

Warum das Ganze?
In Zusammenarbeit mit der jungen Autorin Friederike Geiger Wingerter wage ich mich dieses Jahr an ein Stück, welches in Baiersbronn selbst spielt. Es handelt sich um eine Bearbeitung von Antigone, welche von der Schriftstellerin maßgeschneidert für die Gruppe verfasst wurde.
Das Stück wird das Lebensgefühl und ein paar gängige Anekdoten der Dorfbewohner mitaufnehmen und versuchen auf diese Weise eine besonders authentische Umgebung zu schaffen, damit die Auseinandersetzung mit dem wichtigen Thema „mitfühlen" gelingt.

Es ist für mich ein ganz besonderes Projekt, weil es eine intensive Auseinandersetzung mit den Menschen und Gegebenheiten vor Ort einfordert. Dieses Jahr wird alles extrem plastisch, das entspricht besonders meiner Art und Weise zu arbeiten. Für mich ist Theater nicht nur etwas, was auf der Probebühne und schließlich auf der Bühne stattfindet. Ich bin überzeugt davon, dass der Inhalt eines Stückes erst dann lebendig wird, wenn man ihn angefasst hat.
Diese Kraft des Erlebens habe ich zum ersten mal gespürt, als ich im Hebbeltheater in Berlin die Inszenierung "Seemannslieder" von Christoph Marthaler anschaute. Ich war so beeindruckt von der Atmosphäre und der Überzeugung, mit welcher die Schauspieler und Schauspielerinnen auf die Bühne standen. Als ich im Anschluss erfuhr, dass Marthaler bei einer seiner ersten Proben mit den Schauspielern in einer Hafenkneipe saß, war ich fasziniert und mir ging ein Licht auf.

Fachforum Kulturelle Bildung in Baden-Württemberg

Am Montag, den 24.10.2016 fand im FITZ!- Zentrum für Figurentheater Stuttgart ein Fachforum statt, dasdurch TuSCH-Stuttgart organisiert wurde. Es stand unter dem Titel "Künstler und Kulturvermittler in der Schule - Erlebnispädagoge, Fachpartner oder Kollege?". 

In einem Impulsvortrag, Erfahrungsberichten und verschiedenen Arbeitskreisen ging es darum, wie KulturvermittlerInnen und Schulen kooperieren. Wie kann die Zusammenarbeit zwischen KulturvermittlerInnen und Schulen am besten gelingen?

Für die theoretische Grundlage referierte Herr Christian Kammler von der der Phillipps-Universität Marburg über „Künstler und Kulturvermittler in der Schule – Partner für Schulentwicklung“. Er präsentierte zunächst eine Studie über Schulen in Hessen, die einen besonderen Akzent auf die künstlerische Arbeit mit den SchülerInnen legen. Die Studie untersucht, wie diese 2008 initiierten „Kulturschulen" funktionieren und welche Faktoren Einfluss auf eine gelungene Kooperation hatten.

Herr Kammler gab praktische Tipps für die Zusammenarbeit zwischen KünstlerInnen und Schulen und berichtete von Erfahrungen. Er hält es für wichtig, dass die Zusammenarbeit auf Augenhöhe geschieht.

"Wenn KünstlerInnen denken, sie wissen für die Arbeit mit SchülerInnen sowieso schon alles. Oder anders herum LehrerInnen, die KünstlerInnen nicht auch als PädagogInnen wirken lassen, ist die gemeinsame Arbeit gefährdet.
Mit Feingefühl und Verständnis für die gegenüberstehende Profession, können beide viel voneinander lernen und nur profitieren. "

Auch in den Erfahrungsberichten der verschiedenen KünstlerInnen kam dieser Aspekt immer wieder auf. Wir stellten fest, dass zu den wichtigsten Bestandteilen einer erfolgreichen Zusammenarbeit auf jeden Fall die Wertschätzung der Arbeit des Anderen, regelmäßiger Kontakt und Austausch und ein gemeinsames Definieren und Ausrichten der Arbeit, gehört. Wenn es unterschiedliche Zielsetzungen und Vorstellungen gibt, muss sich die KulturvermittlerIn in die LehrerIn hineinversetzen und anders herum.

Der Austausch und die Diskussionen in den Arbeitskreisen waren bereichernd und hilfreich. Sie zeigten, dass es wichtig ist Kontakte zu knüpfen und zu erhalten, damit unsere Arbeit immer wieder aufs Neue reflektiert wird und durch den Austausch das Erfahrungsrepertoire des Berufszweiges wachsen kann- wir uns immer weiter profesionalisieren.

Neuer Partner: Schwarzwaldschule Rheinstetten

Am letzten Donnerstag, den 20. Oktober 2016, traf ich mich mit der Schulleitung und verschiedenen Lehrern der Schwarzwaldschule Rheinstetten. Gemeinsam haben wir die ersten Grundsteine einer neuen Kooperation gelegt. In der Spielzeit 2016/17 werde ich an dieser Schule als Theaterpädagoge gleich in drei verschiedenen Klassen Projekte durchführen.
Das erste Projekt ist eine ganzjährige Produktionsarbeit mit einer 7. Klasse, die ihren Abschluss in verschiedenen Aufführungen finden wird. Wir proben wöchentlich im musischen Raum der Schule. Die Schüler erlernen Theaterhandwerk und tauchen in einen kreativen Prozess ein, bei dem Stärken und Schwächen ans Licht kommen. Das Theaterprojekt schließt an eine fächerübergreifende Kompetenzanalyse der Schüler der 7. Klasse an.
Das zweite Projekt findet in einer ersten Klasse statt und geht auch über das gesamte Schuljahr. Der Schwerpunkt liegt hier auf der Vermittlung von sozialen Kompetenzen. Welche Verantwortung trage ich als Mitglied einer Gruppe? Wo sind meine Grenzen und die der anderen? Und welche Auswirkung hat mein Verhalten auf andere? Mehrmals im Jahr wird die Klasse kleine Auftritte für Mitschüler, Eltern und eine kleine Öffentlichkeit haben.
Das letzte Projekt spielt sich in einer vierten Klasse ab, die schon einmal ein ganzjähriges Theaterprojekt erlebt hat. Vorhandene Erfahrungen werden abgerufen und wieder zum Leben erweckt. Im letzten Quartal des Schuljahres wird für den Grundschulabschied ein kleiner Beitrag entwickelt. Thematisch orientiert sich das Projekt an einem höchstspannenden und aktuellen Thema, nämlich: Europa.

Ich freu mich auf die umfassende und hoffentlich herausfordernde Zusammenarbeit mit dieser Schule.