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Theater und das Eintauchen in Welten!

Letzten Sonntag war ich zusammen mit meinem Team in Baiersbronn, um die spannende, neue Produktion voranzutreiben. Wir bekamen eine 2,5 stündige Führung durch die Gemeinde Baiersbronn. Uns erwartete nicht nur eine kleine Reise durch die Geschichte, vielmehr erlebten wir einen sonnigen Sonntagmorgen in Baiersbronn, welcher uns einen klaren, offenen Blick in das Lebensgefühl vor Ort bot. Es war ein Erlebnis, zu erfahren wie sich diese Gemeinde zu dem entwickelte, was sie heute ist. Es war eine Freude zu betrachten, wie mit glänzenden Augen von Anekdoten des Lebensalltags erzählt wurde.

Warum das Ganze?
In Zusammenarbeit mit der jungen Autorin Friederike Geiger Wingerter wage ich mich dieses Jahr an ein Stück, welches in Baiersbronn selbst spielt. Es handelt sich um eine Bearbeitung von Antigone, welche von der Schriftstellerin maßgeschneidert für die Gruppe verfasst wurde.
Das Stück wird das Lebensgefühl und ein paar gängige Anekdoten der Dorfbewohner mitaufnehmen und versuchen auf diese Weise eine besonders authentische Umgebung zu schaffen, damit die Auseinandersetzung mit dem wichtigen Thema „mitfühlen" gelingt.

Es ist für mich ein ganz besonderes Projekt, weil es eine intensive Auseinandersetzung mit den Menschen und Gegebenheiten vor Ort einfordert. Dieses Jahr wird alles extrem plastisch, das entspricht besonders meiner Art und Weise zu arbeiten. Für mich ist Theater nicht nur etwas, was auf der Probebühne und schließlich auf der Bühne stattfindet. Ich bin überzeugt davon, dass der Inhalt eines Stückes erst dann lebendig wird, wenn man ihn angefasst hat.
Diese Kraft des Erlebens habe ich zum ersten mal gespürt, als ich im Hebbeltheater in Berlin die Inszenierung "Seemannslieder" von Christoph Marthaler anschaute. Ich war so beeindruckt von der Atmosphäre und der Überzeugung, mit welcher die Schauspieler und Schauspielerinnen auf die Bühne standen. Als ich im Anschluss erfuhr, dass Marthaler bei einer seiner ersten Proben mit den Schauspielern in einer Hafenkneipe saß, war ich fasziniert und mir ging ein Licht auf.