Darf ich vorstellen: Irina Kühnlein

Ich möchte euch in verschiedenen Blogeinträgen meine AssistentInnen & PraktikantInnen vorstellen, die mich in dieser Spielzeit begleiten werden. Irina ist für die Spielzeit 16/17 meine Assistentin. Fast überall wo ich bin, wird auch sie sein.

Wir haben uns im Theater die Käuze in Karlsruhe-Waldstadt kennengelernt. Drei Jahre in Folge habe ich dort als Theaterpädagoge ein Workshopwochenende für die Jugendgruppe des Theaters gegeben. Als ich Irina gefragt habe, was sie nach der Schule machen will, sagte sie mir, dass sie es noch nicht genau wüsste. Ich habe ihr dann angeboten, sich bei mir zu melden, wenn ihr langweilig werden würde. So kam die Zusammenarbeit zustande. Ich freue mich auf die intensive Arbeit mit Irina und bin gespannt, worauf wir gemeinsam zusteuern.

Was interessiert dich am Theater?

Irina: Theater ist manchmal wie eine Plattform, auf der man den Alltag und die Rollen und Positionen, die man darin ausfüllt, hinter sich zulassen. Natürlich nicht für lange. Aber dass man immer wieder zurückkehren kann, dass man Rollen spielen kann ohne die Angst, die bekannten Rollen im „wirklichen“ Leben auf einen Schlag zu verlieren, ermöglicht es jedem, immer mehr über sich selbst und Andere zu lernen und sich auszuprobieren. Das finde ich spannend.
Gleichzeitig bedeutet es, das man sich auf andere Persönlichkeiten einlässt, dass man versucht nachzuvollziehen, was Menschen, die einem fremd sind, denken und wie Andere handeln – dass man diese Fremden versteht, dass sie sozusagen zu Bekannten werden.

Was war das beeindruckendste Erlebnis während des Praktikums?

Irina: Rob arbeitet als Theaterpädagoge oft mit den Kindern an der Entwicklung von Szenen. Beeindruckend finde ich, wie aus einer spontanen Idee eine immer ausgefeiltere Geschichte wächst, ist für mich jedes Mal von Neuem beeindruckend. Es gibt viele besondere Momente, die man vielleicht spontan nicht als groß oder beeindruckend bezeichnen würde, die aber doch berührend sind, in denen man den Eindruck hat, man hat etwas verstanden.

Warum ein Praktikum bei Rob?

Irina: Beim Theater ist man  nah am Menschen dran, man arbeitet mit und an Menschen. Dem muss man gerecht werden, mit all der Arbeit, die dahintersteht. Aber daran wächst man auch. Rob fordert einen, ohne zu überfordern und er weiß  genau, was er dir zutrauen kann, oder noch nicht. Ich denke, dass ich viel lernen werde.

Womit beschäftigst du dich derzeit?

Irina: Das Projekt, in das ich gerade am meisten Zeit investiere ist eine Grundschule in Rastatt, wo seit zehn Jahre Theater mit Kindern gemacht wird. Dort wird aus einem Kellerraum einen Theaterraum gemacht. Im Moment geht es dabei beispielsweise  darum, diesen Raum darzustellen und eine Kostenaufstellung von allen nötigen Umbauarbeiten zu machen.