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Kids bewegt alle!

Künstlerprojekt an der Karlschule feiert 10-jähriges Jubiläum

Der Spiegelsaal der Bildungseinrichtung bebt einmal wöchentlich für zwei Stunden, wenn Trommellehrer Notker Dreher mit knapp zwanzig Viertklässlern in die afrikanische Percussionkunst eintaucht: Die Kinder spielen auf Basstrommeln und Djemben, einige Mädchen tanzen dazu, in immer wieder neuen Raum- und Klangkonstellationen nutzen sie auch Glocken, Rasseln und Balafon. In anderen Sequenzen laufen die Schüler durch den Raum und lassen den Rhythmus über Body-Percussion hörbar werden. ,,Lasst eure Körper Musik machen“, motiviert der Musiker die Kinder.

Die Arbeit aus Musik, Rhythmik und Körperkunst ist nur eine von drei Disziplinen, die nun schon seit vier bis zehn Jahren fest an der Karlschule etabliert sind. Anne-Bärbel Ottenschläger, Kunsttherapeutin, und Rob Doornbos komplettieren das Künstlertrio. Dem Jubiläumsmotto entsprechend hat sich die einzige Frau im Team zur Aufgabe gemacht, mit den Viertklässlern Mobiles aus unterschiedlichsten Materialien zu gestalten, die bei der Aufführung selbst einen Beitrag zum Gesamtkunstwerk leisten werden. Die unter der Leitung der Atelier- und Werkstattpädagogin entstandenen aerodynamischen Objekte bewegen sich – und die Schüler tun es ihnen gleich: Der Zuschauer kann gespannt sein. Der niederländische Regisseur und Theaterpädagoge hat die Ideen der Kinder zusammengeführt und Szenen entwickelt. In diesen wird mit Lautstärke variiert und auch mit Gefühlen anhand von Mimik und Gestik gespielt.

Der hohe Wert des Kunstprojekts wird von Klassenlehrerin Angelina Vogel zusammengefasst: ,,Jedes Kind kann sich auf kreative Weise ausdrücken, fernab vom Unterrichtsalltag. Sie lernen Selbstbewusstsein, Sicherheit und freuen sich jede Woche darauf, eine Rolle zu übernehmen, die den eigenen Möglichkeiten entspricht und einem mit viel Wertschätzung und Anerkennung rückgemeldet wird.“

Die Inszenierung, die an zwei aufeinanderfolgenden Abenden in der Aula stattfindet, ist das Ergebnis von zehn Jahren fruchtbarer Zusammenarbeit innerhalb des Trios in Kombination mit den hundertzwanzig Kindern, die auf den großen Auftritt vorbereitet werden - dem Jubiläumsmotto ,,K.i.d.S. bewegt alle“ entsprechend. ,,Die Verbindung der einzelnen künstlerischen Disziplinen ergibt eine fruchtbare Synthese“, so der Percussionlehrer im Interview. Mit der Inszenierung stellt sich das Projekt selbst vor – mit einer Überraschung: das Publikum und die kleinen Künstler begeben sich auf eine Ebene, eine räumliche Brechung fernab von standardisierter Bühnenkonstellation komplettiert den Rahmen, Choreographie und Darbietung begegnen dem Zuschauer direkt: Es wird spannend!