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Fachforum Kulturelle Bildung in Baden-Württemberg

Am Montag, den 24.10.2016 fand im FITZ!- Zentrum für Figurentheater Stuttgart ein Fachforum statt, dasdurch TuSCH-Stuttgart organisiert wurde. Es stand unter dem Titel "Künstler und Kulturvermittler in der Schule - Erlebnispädagoge, Fachpartner oder Kollege?". 

In einem Impulsvortrag, Erfahrungsberichten und verschiedenen Arbeitskreisen ging es darum, wie KulturvermittlerInnen und Schulen kooperieren. Wie kann die Zusammenarbeit zwischen KulturvermittlerInnen und Schulen am besten gelingen?

Für die theoretische Grundlage referierte Herr Christian Kammler von der der Phillipps-Universität Marburg über „Künstler und Kulturvermittler in der Schule – Partner für Schulentwicklung“. Er präsentierte zunächst eine Studie über Schulen in Hessen, die einen besonderen Akzent auf die künstlerische Arbeit mit den SchülerInnen legen. Die Studie untersucht, wie diese 2008 initiierten „Kulturschulen" funktionieren und welche Faktoren Einfluss auf eine gelungene Kooperation hatten.

Herr Kammler gab praktische Tipps für die Zusammenarbeit zwischen KünstlerInnen und Schulen und berichtete von Erfahrungen. Er hält es für wichtig, dass die Zusammenarbeit auf Augenhöhe geschieht.

"Wenn KünstlerInnen denken, sie wissen für die Arbeit mit SchülerInnen sowieso schon alles. Oder anders herum LehrerInnen, die KünstlerInnen nicht auch als PädagogInnen wirken lassen, ist die gemeinsame Arbeit gefährdet.
Mit Feingefühl und Verständnis für die gegenüberstehende Profession, können beide viel voneinander lernen und nur profitieren. "

Auch in den Erfahrungsberichten der verschiedenen KünstlerInnen kam dieser Aspekt immer wieder auf. Wir stellten fest, dass zu den wichtigsten Bestandteilen einer erfolgreichen Zusammenarbeit auf jeden Fall die Wertschätzung der Arbeit des Anderen, regelmäßiger Kontakt und Austausch und ein gemeinsames Definieren und Ausrichten der Arbeit, gehört. Wenn es unterschiedliche Zielsetzungen und Vorstellungen gibt, muss sich die KulturvermittlerIn in die LehrerIn hineinversetzen und anders herum.

Der Austausch und die Diskussionen in den Arbeitskreisen waren bereichernd und hilfreich. Sie zeigten, dass es wichtig ist Kontakte zu knüpfen und zu erhalten, damit unsere Arbeit immer wieder aufs Neue reflektiert wird und durch den Austausch das Erfahrungsrepertoire des Berufszweiges wachsen kann- wir uns immer weiter profesionalisieren.