Workshop Wahrnehmung in Wilhelmsdorf

Samstag war ich wieder Unterwegs in der Bodenseeregion und durfte diesmal gastieren im schönen Wilhelmsdorf. In das “Theater in der Scheune” durfte ich 15 Amateurspieler von zwei verschiedene Gruppen einen Tag berieseln; die Haustruppe der “Theater in der Scheune” und das Theater Melange aus Pfullendorf (Leitung: Jörg Ehni).

Neben das gegenseitige kennenlernen, war der Ausgangspunkt des Workshops das Thema “Wahrnehmung auf der Bühne”. Diese beide Theatergruppen werden im laufe dieser Spielzeit eine gemeinsame Produktion herausbringen. Ich bin stolz mit euch den Auftakt eure gemeinsame Produktion gemacht zu haben und wünsche die Gruppen viel Kreativität und Spielspaß zu!

Wahrnehmen, verarbeiten, ausdrucken.

- einen Workshop für Amateurspieler und andere Spielwutigen

Fachforum Kulturelle Bildung in Baden-Württemberg

Am Montag, den 24.10.2016 fand im FITZ!- Zentrum für Figurentheater Stuttgart ein Fachforum statt, dasdurch TuSCH-Stuttgart organisiert wurde. Es stand unter dem Titel "Künstler und Kulturvermittler in der Schule - Erlebnispädagoge, Fachpartner oder Kollege?". 

In einem Impulsvortrag, Erfahrungsberichten und verschiedenen Arbeitskreisen ging es darum, wie KulturvermittlerInnen und Schulen kooperieren. Wie kann die Zusammenarbeit zwischen KulturvermittlerInnen und Schulen am besten gelingen?

Für die theoretische Grundlage referierte Herr Christian Kammler von der der Phillipps-Universität Marburg über „Künstler und Kulturvermittler in der Schule – Partner für Schulentwicklung“. Er präsentierte zunächst eine Studie über Schulen in Hessen, die einen besonderen Akzent auf die künstlerische Arbeit mit den SchülerInnen legen. Die Studie untersucht, wie diese 2008 initiierten „Kulturschulen" funktionieren und welche Faktoren Einfluss auf eine gelungene Kooperation hatten.

Herr Kammler gab praktische Tipps für die Zusammenarbeit zwischen KünstlerInnen und Schulen und berichtete von Erfahrungen. Er hält es für wichtig, dass die Zusammenarbeit auf Augenhöhe geschieht.

"Wenn KünstlerInnen denken, sie wissen für die Arbeit mit SchülerInnen sowieso schon alles. Oder anders herum LehrerInnen, die KünstlerInnen nicht auch als PädagogInnen wirken lassen, ist die gemeinsame Arbeit gefährdet.
Mit Feingefühl und Verständnis für die gegenüberstehende Profession, können beide viel voneinander lernen und nur profitieren. "

Auch in den Erfahrungsberichten der verschiedenen KünstlerInnen kam dieser Aspekt immer wieder auf. Wir stellten fest, dass zu den wichtigsten Bestandteilen einer erfolgreichen Zusammenarbeit auf jeden Fall die Wertschätzung der Arbeit des Anderen, regelmäßiger Kontakt und Austausch und ein gemeinsames Definieren und Ausrichten der Arbeit, gehört. Wenn es unterschiedliche Zielsetzungen und Vorstellungen gibt, muss sich die KulturvermittlerIn in die LehrerIn hineinversetzen und anders herum.

Der Austausch und die Diskussionen in den Arbeitskreisen waren bereichernd und hilfreich. Sie zeigten, dass es wichtig ist Kontakte zu knüpfen und zu erhalten, damit unsere Arbeit immer wieder aufs Neue reflektiert wird und durch den Austausch das Erfahrungsrepertoire des Berufszweiges wachsen kann- wir uns immer weiter profesionalisieren.

Neuer Partner: Schwarzwaldschule Rheinstetten

Am letzten Donnerstag, den 20. Oktober 2016, traf ich mich mit der Schulleitung und verschiedenen Lehrern der Schwarzwaldschule Rheinstetten. Gemeinsam haben wir die ersten Grundsteine einer neuen Kooperation gelegt. In der Spielzeit 2016/17 werde ich an dieser Schule als Theaterpädagoge gleich in drei verschiedenen Klassen Projekte durchführen.
Das erste Projekt ist eine ganzjährige Produktionsarbeit mit einer 7. Klasse, die ihren Abschluss in verschiedenen Aufführungen finden wird. Wir proben wöchentlich im musischen Raum der Schule. Die Schüler erlernen Theaterhandwerk und tauchen in einen kreativen Prozess ein, bei dem Stärken und Schwächen ans Licht kommen. Das Theaterprojekt schließt an eine fächerübergreifende Kompetenzanalyse der Schüler der 7. Klasse an.
Das zweite Projekt findet in einer ersten Klasse statt und geht auch über das gesamte Schuljahr. Der Schwerpunkt liegt hier auf der Vermittlung von sozialen Kompetenzen. Welche Verantwortung trage ich als Mitglied einer Gruppe? Wo sind meine Grenzen und die der anderen? Und welche Auswirkung hat mein Verhalten auf andere? Mehrmals im Jahr wird die Klasse kleine Auftritte für Mitschüler, Eltern und eine kleine Öffentlichkeit haben.
Das letzte Projekt spielt sich in einer vierten Klasse ab, die schon einmal ein ganzjähriges Theaterprojekt erlebt hat. Vorhandene Erfahrungen werden abgerufen und wieder zum Leben erweckt. Im letzten Quartal des Schuljahres wird für den Grundschulabschied ein kleiner Beitrag entwickelt. Thematisch orientiert sich das Projekt an einem höchstspannenden und aktuellen Thema, nämlich: Europa.

Ich freu mich auf die umfassende und hoffentlich herausfordernde Zusammenarbeit mit dieser Schule.

Start Projekt Kindergarten Paul-Gerhardt

Nach einem Jahr Vorbereitungszeit, startet heute das Projekt in den Kindergarten Paul-Gerhardt in Karlsruhe. Die nächste 6 Wochen werde ich mit eine Gruppe Vorschulkinder arbeiten mit den Mitteln des Improvisationstheaters. 
Ziel des Projektes ist es, trotz theatralischer Vorgaben & Strukturen, Spaß an der Spielwirklichkeit zu haben. Zum einen geht es dabei um die individuelle Förderung der verbaler- und non-verbaler Ausdrucksfähigkeiten. Zum anderen geht es um die Verbesserung der Kooperationsfähigkeit der Kinder in Kleingruppen.

Am Donnerstag 21. Mai findet eine Präsentation der Kinder statt (geschlossene Veranstaltung). Ich freu mich auf die intensive Arbeit mit und an den Kindern. Es ist toll Menschen in diesem Alter schon einige wichtige Grundlagen für das Leben mitgeben zu dürfen.

Theatertage am See

Auch dieses Jahr bin ich wieder Teil dieses einzigartiges Festivals. Ich freu mich auf alle tolle Begegnungen!

Die 31. Theatertage am See (23.03 - 29.02) bestehen aus zwei Teilen. Der 1. Jugend- und Schultheatertage Baden-Württemberg und dem Festival des Amateurtheaters. Das Programm ist umfangreich wie nie. Von Montag bis Donnerstag gastieren bei den Jugend-und Schultheatertagen insgesamt zehn Ensembles aus dem Land und als Gäste eine Theatergruppe aus Israel. Aus Baden-Württemberg spielen Theatergruppen aus Besigheim, Bühl, Bruchsal, Esslingen, Freiburg, Heidelberg, Renchingen-Singen, Singen und Tübingen.

Hinzu kommen Workshops im Rahmen und aber auch Theaterprojekte in Schulen der Region. Zum zweiten Mal werden interkulturelle Theaterprojekte in Schulen der Region gestartet, die in der Bodensee-Schule präsentiert werden.

Am Wochenende selbst wird mit dem Internationalen Amateurtheaterfestival sprichwörtelich ein Feuerwerk gezündet. Zehn Gastspiele sind zu sehen. Mit Gruppen aus Dresden, Heidelberg, Lörrach, Solingen, Ulm und dem eigenen Ensemble TOB ist Deutschland vertreten. Aus der Schweiz Zürich, Österrreich mit Salzburg, Italien mit Vintl-Weiterntal (Südtirol) und der Pearl Theater Group aus dem Iran ist das Festival international aufgestellt.

Am Wochenende finden traditionell rund 25 Workshops mit rund 400 Teilnehmern statt. Das Festival wird seinem Ruf als grösstes Amateurtheaterfestival Europas durchaus gerecht. Immer wieder erfindet es sich neu, ständig in Bewegung.

www.theatertageamsee.de