Abenteuer Kultur (DM)

Bühne Frei für den Nachwusch

Dieses Ausbildungskonzept ermöglicht den Lernlingen, sich im 1. und 2. Ausbildungsjahr kulturell und persönlich weiterzubilden. Neben gruppendynamischen Prozessen, Eigenverantwortung, Mut und Kreativität werden viele weitere Fähigkeiten geschult, die sich unmittelbar auf die Arbeitssituation übertragen lassen. Im Theater können sie jedoch zunächst in einem geschützten Rahmen spielerisch ausprobiert und trainiert werden.

Professionelle Anleitung

In der Abenteuer-Kultur-Saison 2017 nahmen mehr als 2.200 Lehrlinge und Studierende an 119 Theaterworkshops teil. Erfahrene Theaterschaffende wie Schauspieler, Regisseure oder Theaterpädagogen begleiten die Lehrlinge in den Workshops.

„Ich habe durch die Präsentation und die Vorbereitung unseres Stücks ‚Horatia. Die verlorene Stunde‘ viel Selbstbewusstsein gewonnen. Zunächst hat es Überwindung gekostet, aus mir herauszukommen, aber es hat sich gelohnt: Ich trete nun sowohl in der Arbeit als auch privat sicherer auf.“, sagt Teilnehmerin Kim Karcher.

Künstlerische Freiheit

Die Abenteuer-Kultur-Gruppen treffen sich innerhalb von vier bis acht Wochen an acht Tagen. Die Lehrlinge dürfen aus mehreren vorgestellten Stücken wählen, proben die Texte und bereiten Musikstücke vor.

„Zwei Theaterschaffende haben unsere Gruppe betreut. Sie haben vorgeschlagen, mehrere kleine Theaterstücke als Collage zu präsentieren. Uns hat die Idee gefallen, die Texte haben wir in der Gruppe ausgewählt. So wurde die Präsentation zum Gemeinschaftsprojekt.“ – Kim Karcher

Der große Tag

Am achten und letzten Probentag findet abends die Präsentation vor Publikum statt. Die Lehrlinge können ihre Familien, Freunde und Kollegen einladen. Abschließend trifft sich die Gruppe, um über das Erlebte zu sprechen. Was die Lehrlinge durch Abenteuer Kultur lernen, ist verschieden. Viele berichten, dass sie etwas geschafft haben, was sie sich nie zugetraut hätten.

„Wir haben das Stück oft geprobt, aber bei der Aufführung lief alles anders und wir mussten improvisieren. Bei einer ernsten Szene fing das Publikum an zu lachen – da fiel es uns schwer, uns zu beherrschen. Den Zuschauern hat es gefallen, sie haben uns mit Applaus belohnt.“ – Kim Karcher