Schau - ein surrealistischer Abend

„Yasin muss schlafen gehen und legt sich ins Bett. Als er seine Augen schließt, fängt er an zu träumen: von Geistern, Aliens, Entführungen und schönen Wäldern.“

Am Dienstag den 23.01.2018 entführten die Klassen 6A und 6B ein schulinternes Publikum in einer fantasievoller Welt. An 10 Terminen haben die beiden Klassen mit dem Theaterpädagogen Rob Doornbos gearbeitet. Ziel war die Stärkung der Klassengemeinschaften und die Förderung der individuelle Kernkompetenzen der Schüler.

Ausgangspunkt war dabei das Thema „Beobachtung“. Der Weg war das Ziel, aber herausgekommen ist trotzdem eine kleine Werkstattpräsentation. Die Schüler/innen freuten sich auf Bekannte, Freunde, Familienmitglieder und schulische MitarbeiterInnen. Das Projekt wurde initiiert und gefördert durch die Schulsozialarbeit der Stadt Karlsruhe.

Theaterpädagogik Rob Doornbos / Pädagogische Begleitung Karin Hengst (Schulsozialarbeit)

Himmelsrichtungen

Nie ohne Seife waschen…, dieser Spruch war eine der Ideen, die den Kindern der dritten Klassen in den Sinn kam, als der Theaterpädagoge Herr Rob fragte: „Woran denkt ihr, wenn ihr das Wort „Himmelsrichtungen“ hört?“ Dies war das Thema, dass an zehn Vormittagsterminen von den Schülern auf vielfältige Weise in das Theaterspiel umgesetzt werden sollte.
Unter der Anleitung von Herr Rob wurde kreativ getüftelt, geprobt, verbessert, diskutiert, gelacht; bei der morgendlichen Erwärmung, das Gesicht zu wahrlich bewundernswerten Grimassen verzogen, eben Theater gespielt.
Zum Schluss sahen am 27.03.17, bei einer kleinen Werkschau,  die eingeladenen Eltern, Frau Schäfer, Herr Rob und die Lehrerinnen im Scheinwerferlicht die selbstgeschriebenen Theaterstücke der Kinder.
Viel Aufregung, Begeisterung und tobender Beifall machten den Abend zu einem gelungenen Abschluss eines nicht alltäglichen Unterrichtsprojektes.
Wir lernten uns alle von einer anderen Seite kennen, entdeckten Talente, mussten lernen uns zuzuhören und die Ideen der Partner zu akzeptieren.

Theaterpädagogik Rob Doornbos Foto Bernd Hentschel

Escape

ein humorvoller Kurzfilm über eine Truppe Superschurken

Lange Zeit wachte der Superheld Amazingman über die Stadt Destinea. Mit seinen übernatürlichen Kräften sperrte er alle Verbrecher und Superschurken der Gegend in das Gefängnis ein. Doch nun ist Amazingman tot. Sein Tod bedeutet das Ende der Sicherheit in Destinea. Die Nachricht vom Tod von Amazingman erreicht auch die Häftlinge die nun verzweifelt versuchen aus dem Gefängnis aus zu brechen.

ESCAPE ist ein humorvoller Kurzfilm über eine Truppe Superschurken, die versuchen, aus einem Gefängnis auszubrechen. Der Film möchte die Zuschauern unterhalten und verwirren.

Leitung Murad Atshan, Rob Doornbos / Drehbuch Kai Müller / Schauspiel Domenico Quinto, Leonie Wiegel, Kai Müller, Niclas Müller, Mie Dorner, Mustafa Celik, Aurelia Schuth, Kimo Böhler, Mirjam Mayr, Wilfried Grüßinger, Antonia Pecas, Samantha Beutel, Anna Schmitt, Dennis Lieb, Nasi Aliparast, Reza AliParast, Nadine Kvitta, Merve Akdis

Gefördert von Stärken vor Ort, einer Initiative des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend, dem Europäischen Sozialfond für Deutschland und der Europäischen Union

Am Ende der Angst

Mobiles Theater- und Medienprojekt zum Thema 'Sexualisierte Gewalt unter Jugendlichen' ab 13 Jahren

„Am Ende der Angst“ ist ein mobiles Theaterprojekt, welches sich dem Themenkomplex der sexuellen Gewalt unter Jugendlichen zuwendet. Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 13 – 17 Jahren, sowie LehrerInnen und PädagogInnen, die mit dieser Altersgruppe arbeiten. In Anspruch genommen werden kann das Projekt von Schulen und Trägern der freien Jugendhilfe und Jugendbildung.

Neuartig ist an dem Konzept das Zusammenwirken von Theater, Theaterpädagogik, Medienpädagogik, Beratung und Schule (Schwerpunkt Haupt-, Real-, und Förderschule). Es setzt sich aus folgenden Bausteinen zusammen:

> Theaterstück und Medieninstallation, untergebracht in einem umgebauten Linienbus, der die Schulen besucht.
> Theaterpädagogischer Workshop im Anschluss an die Vorstellung
> Psychologische Beratungsgespräche von externen Beratungsstellen vor Ort in geschlechtshomogenen Kleingruppen

Zum Stück:

Seit längerem dominiert das Thema die Medien: Gangster-Rap, Gewaltpornographie, und Date-Raping (Übergriffe im Freundeskreis) werden als Ausdruck einer sexualisierten und gewaltbereiten Jugend gewertet.

In Arbeit ist derzeit eine Neubearbeitung, die einen aktuellen Überblick über die Problematik schaffen und Jugendliche sensibilisieren soll. Ab wann beginnt in einer Jugendkultur des Jahres 2016, in der eine sich verstärkende Sexualisierung zu beobachten ist und Gewaltdarstellungen in den allgegenwärtigen Medien Normalität geworden sind, sexuelle Gewalt? Welche Rolle spielt die High-Speed-Informationsgesellschaft und die Verlagerung zwischenmenschlicher Kommunikation auf die Social-Media-Plattformen? Welche weiteren sozialen Faktoren lassen sexualisierte Gewalt unter Jugendlichen entstehen, welche Präventionsmaßnahmen können getroffen werden, wie kann der Verbreitung sogenannter Vergewaltigungsmythen entgegengewirkt werden? Wie kann schließlich Empathie für die Opfer sexualisierter Gewalt erzeugt und diese aufgefangen und betreut werden? Das sind die Kernthemen, die in der Neufassung auf einen aktuellen, realitätsnahen Stand gebracht werden sollen.

Regie Jürgen Sihler / Text Christopher Maas / Theaterpädagogik Rob Doornbos, Karoline Saal / Schauspiel Ibadete Kadrijaj, Georgios Tzitzikos /Gefördert von KOMPASS – Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt, Stiftung Hänsel + Gretel, Stadt Karlsruhe, Volksbank Ettlingen e.G. und Volksbank Karlsruhe, “Vielfalt tut gut” Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Jugendstiftung Baden Württemberg, Simon Hegele, City Light Contact, Wir sind Freunde e.V.

Gnadenlos

Das Ziel des Projekts war es, Jugendliche aus dem Rintheimer Feld „von der Straße“ zu holen, ihnen eine Perspektive zu bieten, sowie ihre sozialen Kompetenzen zu stärken. Die Jugendlichen sollten in der Nutzung verschiedener Medien qualifiziert werden und den richtigen Umgang mit der Kamera und Schnittprogrammen kennenlernen.

Ursprünglich war von Projektleiter Rob Doornbos angedacht, mehrere kurze Videos über verschiedene Themen, z.B. die Berufswahl, zu drehen und auf YouTube einzustellen. Die Jugendlichen äußerten jedoch den Wunsch nur einen Film, dafür mit mehr Professionalität und Qualität, zu erstellen. So wurde ein Drehbuch von einem der Jugendlichen ausgewählt und umgesetzt. Der Film „Gnadenlos“ trägt die Botschaft „Gewalt erzeugt Gegengewalt“ und wurde mit großer Motivation und viel Zeitaufwand von den Jugendlichen umgesetzt. Während im Jugendhaus Oststadt die Planungen und Schulungen zum Filmdreh und -schnitt erfolgten, erfolgte der Dreh an unterschiedlichen Plätzen in Karlsruhe.

 

Projektleitung Rob Doornbos, Murad Atshan Kooperation mit Jugendhaus Oststadt Karlsruhe Gefördert von Stärken vor Ort, einer Initiative des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend, dem Europäischen Sozialfond für Deutschland und der Europäischen Union

Grenzstadt Berlin - Nord/Süd

Heute liegt Berlin mitten in Deutschland, trotzdem verlaufen viele verschiedene Grenzen durch die Stadt hindurch. Kulturelle Milieus und Gruppenzugehörigkeit, offizielle Papiere und Stempel bestimmen den Grenzverlauf. Ist die Grenze die Passkontrolle in Tegel beim Urlaubsflug in den Süden? Ist es die Residenzpflicht für Asylbewerber? Ist es der Türsteher vor dem exklusiven Club oder ist es das fehlende Geld im Portmonee?
In der Theaterwerkstatt werden diese Fragen ausgelotet und künstlerisch umgesetzt.

Leitung Reihaneh Youzbashi Dizaji und Rob Doornbos / Im Auftrag von GRIPS Werke e.V. und GRIPS Theater in Kooperation mit Jugendliche ohne Grenzen (J.O.G.) und dem Beratungs- und Betreuungszentrum für junge Flüchtlinge/MigrantInnen (BBZ), gefördert vom Berliner Projektfonds kulturelle Bildung

Egohelden

Jugendstück zum Thema Homosexualität

Hauptperson des Stückes ist der 17-jährige Lukas, der eines Tages feststellt, dass er schwul ist. „Egohelden“ befasst sich mit den daraus resultierenden Problemen für ihn, nämlich sich selbst und schließlich seiner Umgebung seine Homosexualität einzugestehen. Die Idee für das Stück ist u.a. durch Gespräche mit Schülern entstanden. Auffällig dabei war die große Unwissenheit der Jugendlichen. Dabei ist das Wort „schwul“ mittlerweile zu einem völlig gängigen Schimpfwort geworden. Der Ernst der Worte oder die eigentliche Bedeutung ist vielen Jugendlichen jedoch nicht klar. Eine reale Begegnung mit dem Thema oder persönlichen Neigungen hat kaum stattgefunden.
Das Theaterstück wird von professionellen Schauspielern umgesetzt und in den Jugendhäusern der Stadt gespielt. Im Anschluss an das Stück findet eine Diskussion zum Thema mit den Schülern statt. Hier können Fragen beantwortet und Meinungen offen ausgetauscht werden.

Regie Rob Doornbos / Schauspiel Ibadete Kadrijaj, Gregor Weisgerber, Giovanni Romano / Bühne & Grafik Jesko Stoetzer / Organisation Jürgen Sihler

Interessant auch, dass die zuschauenden Schüler miteinbezogen werden, sich die Schauspieler bei ihnen Rat holen oder um ein Getränk bitten. So sitzen die Schüler auch wie in einem Stuhlkreis um die Spielfläche herum und nicht wie in einem „normalen“ Theater. Ab und zu setzen sich die Schauspieler auf leere Stühle zwischen den Zuschauern und spielen von dort. Das Stück wirkt dadurch frisch und modern.
— ka-news.de
Egohelden von Rob Doornbos überzeugte durch die klare dramaturgische Struktur und professionelle Darstellung.
— Stadt Karlsruhe