12-13

Künste in der Schule

Eine Gemeinschaftsaktion der Förderverein Karlschule Rastatt

Die KIDS-Künstler schaffen in ihren drei Disziplinen Trommeln, Theaterspielen und Bildende Kunst eine offene und kommunikative Atmosphäre, die Schüler, LehrerInnen und Eltern positiv beeinflusst. Das KIDS-Programm läuft über drei Jahre, um eine hohe Nachhaltigkeit zu garantieren. Dabei schlüpfen die beteiligten KlassenlehrerInnen selbst in die Rolle von Lernenden und Helfern. Das schafft Nähe und eine neue Beziehung zu ihren SchülerInnen. Die Kinder können sich losgelöst von Notengebung und Schulstress auf den Prozess des kreativen Schaffens einlassen. Das eigene lustvolle und spannende Erleben sorgt hier für Motivation und Begeisterung der Kinder. 

KIDS fördert alle Kinder. Besonders fördert es die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund. Über Sprachbarrieren hinweg erfahren sie Anerkennung und Bestätigung. KIDS schafft Möglichkeiten, die Persönlichkeit eines jeden Kindes durch Kreativität und künstlerische Ausdrucksfähigkeit zu entfalten. Die Künste wirken im Sozialen durch Gestaltung und Ausdruck, Identitätsbildung und Eigenverantwortung, Selbstbestimmung und Handlungsfähigkeit. In diesem Verständnis sind Selbstwahrnehmung und Selbstreflexion wichtige Aspekte unserer Arbeit.

Theater Rob Doornbos / Bildende Kunst Anne-Bärbel Ottenschläger / Perkussion Notker Dreher / Projektleitung Sylvia Weimer-Hartmann

Nach 10 Jahre Theaterunterricht an der Karlschule in Rastatt, habe ich schweren Herzens beschlossen den Stab weiter zu reichen. Ich bedanke mich für alle wundervolle Momente, die ich an dieser Schule erleben durfte.

Bei KidS kann jedes Kind, auch ganz ohne zu sprechen, zeigen, was in ihm steckt. Hier sind oft Schüler, welche im regulären Unterricht kaum etwas verstehen, konzentriert und motiviert bei der Arbeit. Als Lehrerin erkenne ich den ein oder anderen Schüler kaum wieder. Ist das wirklich das Mädchen, das im Unterricht nur an seinem Stift kaut und kaum ein Wort rausbekommt, welches da vor der Klasse steht und die strenge Mutter spielt?
— Frau Hornung, Lehrerin
Aus ruhigen und zurückhaltenden Kindern, die sich anfangs sogar weigerten, sich vor ihren Klassenkameraden zu artikulieren, wurden kleine Schauspieler, die über sich hinauswuchsen, Selbstvertrauen gewannen und es genossen, im Mittelpunkt zu stehen.
— Frau Falk, Lehrerin
KidS ist für mich besonders, weil es mich glücklich macht.
— Schülerin Aylin

Theaterkinder

Initiative für flächendeckende Theaterpädagogik an Kindergärten

Mit „Theaterkinder“ wurden neue Wege im frühkindlichen Bildungsangebot der Kindergärten beschritten. Das Projekt lief sechs Wochen an je zwei Kindergärten. Die Arbeitsergebnisse wurden in öffentlichen Präsentationen vorgestellt. Insgesamt habe ich mich an drei Durchläuft beteiligt.

Der gesamte Ablauf dieses Projektes ist von der Mitbestimmung von Kindern geprägt. Die Kindergartenkinder sollten keine vorgegebenen, perfekt eingeübten Theaterstücke auf die Bühne bringen. Entgegen dieser traditionellen Vorgehensweise enstanden die Szenen durch Improvisation, Spontanität, Selbstverantwortung, Entdeckerfreude und Kreativität. Es wurde ein theatrales Gerüst erstellt, das bei den Proben und Vorstellungen von den Kindern aktiv durch ihre Interessen, Neigungen und schöpferischen Impulse mitgestaltet wurde.

Theaterpädagogik Rob Doornbos / Schauspiel Galina Freund, Susanne Henneberger / Projektleitung Sarah Habitzreither, Sabine Uhle /  Organisation Jürgen Sihler

Ich habe heute Schwimmbad gespielt, ich war Hund. Ich wollte Lars fressen und dann wollte ich alle fangen. Alle sind vor mir weggerannt. Ich bin auch geflogen, wie ein Vogel.
— Theaterkind Josua
Ein außergewöhnliches Angebot, das das Spielen der Kinder in spontanen Szenen unter Impulsgebung der Theaterpädagogen erweitern soll.
— BNN Karlsruhe

Schulfach: Theater

Theater als fester Bestandteil der Grundschule

Mit "Schulfach: Theater" trägt Werkraum Karlsruhe dazu bei, kreative Partnerschaften zwischen Schulen und Kultureinrichtungen zu etablieren. Gemeinsam mit der Schulleiterin Frau Huber besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit der Viktor-von-Scheffel Schule in Knielangen. Hier führten wir Theaterarbeit als integralen Bestandteil im Pflichtunterricht dieser Grundschule ein.

Ab 2010 wurden nach und nach alle Klassen der Schule an das Theaterspiel herangeführt. Jedes Jahr kam eine neue Klassenstufe dazu. Zusätzlich fand an der Schule eine AG am Dienstagnachmittag und Fortbildungen für Lehrer der Schule und Lehrern aus dem Raum Karlsruhe statt. 2012 und 2014 gab es in der Knielinger Reinhold-Crocoll-Halle wunderbare Abschlusspräsentationen der erarbeiteten Stücke. 

Theaterpädagogik Rob Doornbos, Susanne Henneberger, Karoline Saal, Kathrin Busch & Lene Lennermann / Organisation Anette Huber, Jürgen Sihler, Monika Klein / Schulisches Team Frau Boege, Frau von Herder, Frau Mußgnug, Frau Welte, Herr Becker und viele mehr.

Das außergewöhnliche Projekt bereichert alle Teilnehmer auf vielfältige Art und Weise. Der ganzheitliche Ansatz des Theaterspiels fördert die soziale und kognitive Entwicklung der Kinder. Das Projekt soll als Vorbild-Modell für andere Schulen dienen.
— Kulturpreis 2012, TechnologieRegion Karlsruhe
Theater macht unser Kinder gesund!
— Vater von Kind
Schulfach: Theater ist zu einem unverzichtbaren Teil unserer unterrichtlichen Arbeit an der Schule geworden!
— Frau Huber, Schulleiterin

Sein oder Schein

Ein Westernsteak mit einem hauch Theater

Wir treffen uns um zwölf Uhr mittags an der Uhr oder auf der Bühne; spielen gemeinsam ein Stück Weltgeschichte auf dem Wüstensand oder dem Tanzboden. Ob sich Jack und John um eine Schlampe streiten oder eine Regisseurin sich mit ihren Schauspielern anlegt – wo ist der Unterschied? Dieses wilde Theaterstück vergleicht einen Westernsaloon mit einem Stadttheater und stellt erstaunlich große Gemeinsamkeiten fest. Bleibt die Hoffnung, dass Sie den Raum lebendig verlassen.

Das Projekt "Sein oder Schein" ist der erste Teil einer dreijährigen Zusammenarbeit zwischen dem Programm "Kulturagenten für kreative Schulen“ und mir in Baden-Baden. Drei Klassen bekamen ein ganzes Schuljahr jede Woche Theaterunterricht. Schauspieltechnik und praktische Dramaturgie waren dabei zentrale Gegenstände des Unterrichts. An verschiedenen Intensivtagen und am Ende einer Intensivwoche wurden die Inhalte für das Theaterstück entwickelt. Die 60 Schüler präsentierten sich in einer gemeinsamen Aufführung im Stadtmuseum Baden-Baden.

Regie Rob Doornbos / Bühne & Grafik Sebastian Ganz / Projektleitung Ralf Eger / Unterstützende Lehrer Stefanie Böcherer, Herbert Kretz, Bianca Mosler, Myriam Frietsch

Escape

ein humorvoller Kurzfilm über eine Truppe Superschurken

Lange Zeit wachte der Superheld Amazingman über die Stadt Destinea. Mit seinen übernatürlichen Kräften sperrte er alle Verbrecher und Superschurken der Gegend in das Gefängnis ein. Doch nun ist Amazingman tot. Sein Tod bedeutet das Ende der Sicherheit in Destinea. Die Nachricht vom Tod von Amazingman erreicht auch die Häftlinge die nun verzweifelt versuchen aus dem Gefängnis aus zu brechen.

ESCAPE ist ein humorvoller Kurzfilm über eine Truppe Superschurken, die versuchen, aus einem Gefängnis auszubrechen. Der Film möchte die Zuschauern unterhalten und verwirren.

Leitung Murad Atshan, Rob Doornbos / Drehbuch Kai Müller / Schauspiel Domenico Quinto, Leonie Wiegel, Kai Müller, Niclas Müller, Mie Dorner, Mustafa Celik, Aurelia Schuth, Kimo Böhler, Mirjam Mayr, Wilfried Grüßinger, Antonia Pecas, Samantha Beutel, Anna Schmitt, Dennis Lieb, Nasi Aliparast, Reza AliParast, Nadine Kvitta, Merve Akdis

Gefördert von Stärken vor Ort, einer Initiative des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend, dem Europäischen Sozialfond für Deutschland und der Europäischen Union

Schatz - ich muss mal...

Zwei Kinder sitzen gemütlich am Essentisch Zuhause als ihre Eltern verschwinden. Sie finden heraus dass beide Eltern in die Toilette gefallen sind und jetzt irgendwo auf den Weltmeeren treiben müssten. Auf der Suche nach Ihre Eltern reisen die beide Kinder über die ganze Welt; von der Nordpol bis Spanien, von Land zum Meer. Werden sie ihre Eltern finden?

In diesem Projekt erarbeiteten 13 Schüler der Viktor-von-Scheffel-Schule Karlsruhe in ihre Freizeit   ein kleines Theaterstück zum Thema Wasser. Die treffen fanden in regelmäßige Abständen innerhalb von drei Monate statt. Zentral stand dabei die Förderung der Ausdrucksfähigkeiten und der Kreativität. 

Regie Rob Doornbos / Schauspielcoaching Ibadete Kadrijaj / Im Auftrag von Werkraum Karlsruhe