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Künste in der Schule

Eine Gemeinschaftsaktion der Förderverein Karlschule Rastatt

Die KIDS-Künstler schaffen in ihren drei Disziplinen Trommeln, Theaterspielen und Bildende Kunst eine offene und kommunikative Atmosphäre, die Schüler, LehrerInnen und Eltern positiv beeinflusst. Das KIDS-Programm läuft über drei Jahre, um eine hohe Nachhaltigkeit zu garantieren. Dabei schlüpfen die beteiligten KlassenlehrerInnen selbst in die Rolle von Lernenden und Helfern. Das schafft Nähe und eine neue Beziehung zu ihren SchülerInnen. Die Kinder können sich losgelöst von Notengebung und Schulstress auf den Prozess des kreativen Schaffens einlassen. Das eigene lustvolle und spannende Erleben sorgt hier für Motivation und Begeisterung der Kinder. 

KIDS fördert alle Kinder. Besonders fördert es die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund. Über Sprachbarrieren hinweg erfahren sie Anerkennung und Bestätigung. KIDS schafft Möglichkeiten, die Persönlichkeit eines jeden Kindes durch Kreativität und künstlerische Ausdrucksfähigkeit zu entfalten. Die Künste wirken im Sozialen durch Gestaltung und Ausdruck, Identitätsbildung und Eigenverantwortung, Selbstbestimmung und Handlungsfähigkeit. In diesem Verständnis sind Selbstwahrnehmung und Selbstreflexion wichtige Aspekte unserer Arbeit.

Theater Rob Doornbos / Bildende Kunst Anne-Bärbel Ottenschläger / Perkussion Notker Dreher / Projektleitung Sylvia Weimer-Hartmann

Nach 10 Jahre Theaterunterricht an der Karlschule in Rastatt, habe ich schweren Herzens beschlossen den Stab weiter zu reichen. Ich bedanke mich für alle wundervolle Momente, die ich an dieser Schule erleben durfte.

Bei KidS kann jedes Kind, auch ganz ohne zu sprechen, zeigen, was in ihm steckt. Hier sind oft Schüler, welche im regulären Unterricht kaum etwas verstehen, konzentriert und motiviert bei der Arbeit. Als Lehrerin erkenne ich den ein oder anderen Schüler kaum wieder. Ist das wirklich das Mädchen, das im Unterricht nur an seinem Stift kaut und kaum ein Wort rausbekommt, welches da vor der Klasse steht und die strenge Mutter spielt?
— Frau Hornung, Lehrerin
Aus ruhigen und zurückhaltenden Kindern, die sich anfangs sogar weigerten, sich vor ihren Klassenkameraden zu artikulieren, wurden kleine Schauspieler, die über sich hinauswuchsen, Selbstvertrauen gewannen und es genossen, im Mittelpunkt zu stehen.
— Frau Falk, Lehrerin
KidS ist für mich besonders, weil es mich glücklich macht.
— Schülerin Aylin

Impuls: Pünktchen & Anton

IMPULS MusikTheaterTanz

Im Auftrag der Staatstheater Stuttgart besuchte ich mit einer Kollegin über drei Monate hinweg eine Klasse in der der Bachschule Stuttgart. Diese setzte sich acht Wochen lang mit dem Kinderbuch Pünktchen und Anton und seiner Inszenierung am Schauspielhaus Stuttgart aus. Dabei haben sie nicht nur Erich Kästners Geschichte kennengelernt, sondern sich auch mit den Themen Freundschaft, Familie, Arm und Reich und Großstadt beschäftigt: eigene Erlebnisse erzählt, sich Szenen ausgedacht, Standbilder gebaut, Geräuschatmosphären hergestellt und kleine Choreografien erfunden. In eine Werkstattpräsentation haben sie ihre Arbeitsergebnisse für Gäste gezeigt.

IMPULS MusikTheaterTanz ist ein kulturpädagogisches Schulprojekt der drei Sparten der Staatstheater Stuttgart, welches auf Schulen in Stuttgart und in der Region mit besonderer pädagogischer und sozialer Aufgabenstellung zugeschnitten ist. Grund-, Haupt- und Werkrealschulen, Realschulen und Gemeinschaftsschulen können sich bewerben. Darüber hinaus können sich auch Förderschulen sowie BEJ- und BVJ-Klassen bewerben.

Ziel des Projekts ist es, Kindern und Jugendlichen durch die Rezeption von Schauspiel, Tanz und Musiktheater verbunden mit eigenen kreativen Erfahrungen einen Zugang zu Kunst zu eröffnen, die Integration von Kunst in ihr Leben zu fördern und ihre sozialen Kompetenzen zu stärken. IMPULS MusikTheaterTanz ist eng an jeweils eine Produktion der Oper Stuttgart, des Stuttgarter Balletts oder des Schauspiel Stuttgart angebunden. Unter der Leitung von Künstlern und Kulturpädagogen beschäftigen sich die Klassen mit dem Thema und der Ästhetik der jeweiligen Produktion. IMPULS MusikTheaterTanz wird vom Kultusministerium empfohlen und vom Förderverein der Staatstheater Stuttgart e.V. sowie der Karl Schlecht Stiftung finanziell gefördert.

Theaterpädagogik Maja Kles & Rob Doornbos / Im Auftrag von die Staatstheater Stuttgart

Wir wollen Wildnis


Eine experimentelle Spielshow voller Überraschungen

Ein Moderator läuft durch die Straßen der Stadt Baden-Baden und stellt fest: Hier braucht die Jugend Hilfe. Er startet das Experiment "Wir Wollen Wildnis" und eröffnet damit Jugendlichen aus Baden- Baden neue Perspektiven; eine Auseinandersetzung mit der eigenen Stadt beginnt. Die Jugendlichen treffen auf ihrer Reise wichtige Entscheidungsträger aus Politik und öffentlichem Dienst. Seien Sie Teil dieses einzigartigen Abends am Theater Baden- Baden!

Im Schuljahr 2014/2015 entwickelten zwei Klassen der Realschule Baden-Baden und der Werkrealschule Lichtental, sowie einer schulübergreifenden Theater-AG eine Theatervorstellung zum Thema Jugend in Baden-Baden. Die 60 Schüler präsentieren sich in einer gemeinsamen Aufführung auf der großen Bühne unseres Theaters.

Das Projekt "Wir Wollen Wildnis" ist Teil einer dreijährigen Zusammenarbeit zwischen dem Programm "Kulturagenten für kreative Schulen“ und mir in Baden-Baden. Die Klassen bekamen ein ganzes Schuljahr jede Woche Theaterunterricht. Schauspieltechnik und praktische Dramaturgie waren dabei zentrale Gegenstände des Unterrichts. An verschiedenen Intensivtagen und einer abschließenden Intensivwoche wurden die Inhalte für das Theaterstück entwickelt.

Regie Rob Doornbos, Susanne Henneberger, Herbert Kretz / Bühne Sebastian Ganz / Video Murad Atshan / Musik Stephan Marc Schneider / Projektleitung Ralf Eger / Regie-Assistenz Boris Brandner / Unterstützende Lehrerinnen Frau Köppler, Frau Petereit.

Schauspiel Adrian, Albion, Ali, Aurelia, Bastian, Bojan, Cassandra, Christian, Christopher, Dana, Daniel, David He., David Hö., Dean, Dominik, Gabriel M., Gabriel S., Human, Ichraf, Isabelle, Janis, Jasmina, Jill, Julia, Julian, Katja, Kevin, Kilian, Kirill, Krystina, Kyra, Laura, Lea, Lisa F., Lisa Z., Manon, Marius, Marouan, Martyna, Maximilian, Michelle D., Michelle M., Nadine, Nemanja, Nic, Nicole, Niklas, Nils, Nora, Patrick, Pedro, Robin, Sarah, Silas B., Silas S., Simon, Tanisha, Till, Vanessa, Veronika und Vincenzo

300 Jahre Rastatter Frieden

Vor 300 Jahren wurde der spanische Erbfolgekrieg mit dem Rastatter Frieden beendet. Dieses Jubiläum nahm das K.i.d.S.-Projekt der Karlschule zum Anlass, um die Frage „Ist das Frieden?“ in einem musikalisch-bildnerisch-darstellerischen Gesamtkunstwerk zumindest aufzuwerfen, wenn nicht gar zu beantworten. Unter der Leitung der drei Künstler Rob Doornbos, Anne-Bärbel Ottenschläger und Notker Dreher sowie der dramaturgischen Bearbeitung von Frau Dr. Irmgard Stamm wurde das der Frage gleichnamige Stück nun am 21. Mai in der Rastatter Reithalle im Rahmen einer Abendveranstaltung uraufgeführt.

Regie Rob Doornbos / Bühnenbild Anne-Bärbel Ottenschläger / Musik Notker Dreher, Klaus Krög / Im Auftrag von Förderverein Karlschule e.V.

Wie hier Bildgewalt, Theaterkunst und Musikalität in einem Gesamtkunstwerk die Ereignisse des Erbfolgekrieges und dessen aufgeworfene ethische Grundfragen verarbeiteten, war schlichtweg phänomenal. Während den szenischen und musikalischen Sequenzen der Theater- und Trommelgruppe entstand vor den Augen der Zuschauer ein großes Gemälde mit Friedenstauben, immer wieder unterbrochen durch die Frage „Ist das Frieden?“.
— Förderverein Karlschule e.V.
Als zum Schluss während einer Schau selbstgemalter Bilder alle Kinder ihre Vorstellung von Frieden in einer Klangcollage über die Lautsprecher verkündeten, hatte nicht nur der Verfasser dieser Zeilen eine Gänsehaut. So wurde jeder auch etwas nachdenklich in den Abend entlassen, im Hinterkopf aktuelle Ereignisse in der Welt und die große Frage, was Frieden für einen selbst bedeutet.
— Nina Lauckner, Schulleitung

MyBloxx

- das große Jugend-Filmprojekt zum Stadtjubiläum 2015.

Ein einmaliges Portrait von Karlsruhe. 
Erschaffen von 27 jugendlichen Filmteams, die nach mehrwöchigen
Filmworkshops fünf Minuten lang zeitgleich dokumentierten, was ihnen in
ihrem Stadtteil am wichtigsten, eindrücklichsten und bewegendsten
erscheint.

Mitgewirkt haben über 150 Kinder und Jugendliche und über 40
Erwachsene aus allen 27 Karlsruher Stadtteilen.

Aus 135 zeitgleich gedrehten Minuten Film und der mit ebenfalls
jugendlichen Musikern aus der Stadtgesellschaft komponierten Musik
entstand ein authentischer, berührender cineastischer Blick auf Karlsruhe.

Ein Film, der die Zeit dehnt und einen genauen Blick ermöglicht auf die
lebendige Vielfalt einer 300 Jahre alten Stadt.

So funktionierte das Projekt: 
In jedem Stadtteil suchten wir Teilnehmer zwischen zwölf und 18 Jahren, die eine Besonderheit ihres Viertels mit der Kamera dokumentieren wollen. Von erfahrenen Theater- und Filmemachern wurden sie in kostenlosen Workshops ab Mitte 2014 auf den Dreh vorbereitet. Bei drei bis vier Workshopterminen wählte jede Gruppe ein Filmthema aus, lernte die Arbeit mit der Kamera kennen und organisierte die Dreharbeiten. Die Jugendlichen konnten dabei selbst bestimmen, was sie von ihrem Viertel zeigen wollten.

Künstlerische Leitung und Postproduktion Holger Metzner / Postproduktion Mitwirkung Murad Atshan / Workshop-Leiter Murad Atshan, Thorsten Belzer, Siegfried Blässing, Hannah Cooke, Rob Doornbos, Carmen Donet Garcia, Holger Metzner, Nina Olczak, Jürgen Sihler, Barbara Unger / Projektmanagement Katy Kowalski, Ines Miosga, Jürgen Sihler / Administration: Monika Klein / Technik Sebastian Wirth

Gefördert von Stadtmarketing Karlsruhe GmbH, Landesanstalt für Kommunikation Baden Württemberg

Schulfach: Theater

Theater als fester Bestandteil der Grundschule

Mit "Schulfach: Theater" trägt Werkraum Karlsruhe dazu bei, kreative Partnerschaften zwischen Schulen und Kultureinrichtungen zu etablieren. Gemeinsam mit der Schulleiterin Frau Huber besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit der Viktor-von-Scheffel Schule in Knielangen. Hier führten wir Theaterarbeit als integralen Bestandteil im Pflichtunterricht dieser Grundschule ein.

Ab 2010 wurden nach und nach alle Klassen der Schule an das Theaterspiel herangeführt. Jedes Jahr kam eine neue Klassenstufe dazu. Zusätzlich fand an der Schule eine AG am Dienstagnachmittag und Fortbildungen für Lehrer der Schule und Lehrern aus dem Raum Karlsruhe statt. 2012 und 2014 gab es in der Knielinger Reinhold-Crocoll-Halle wunderbare Abschlusspräsentationen der erarbeiteten Stücke. 

Theaterpädagogik Rob Doornbos, Susanne Henneberger, Karoline Saal, Kathrin Busch & Lene Lennermann / Organisation Anette Huber, Jürgen Sihler, Monika Klein / Schulisches Team Frau Boege, Frau von Herder, Frau Mußgnug, Frau Welte, Herr Becker und viele mehr.

Das außergewöhnliche Projekt bereichert alle Teilnehmer auf vielfältige Art und Weise. Der ganzheitliche Ansatz des Theaterspiels fördert die soziale und kognitive Entwicklung der Kinder. Das Projekt soll als Vorbild-Modell für andere Schulen dienen.
— Kulturpreis 2012, TechnologieRegion Karlsruhe
Theater macht unser Kinder gesund!
— Vater von Kind
Schulfach: Theater ist zu einem unverzichtbaren Teil unserer unterrichtlichen Arbeit an der Schule geworden!
— Frau Huber, Schulleiterin