Für unsere Väter #ruhigblut

"Schauspiel mit dem KKT-Ensemble (Stuttgart)"

Wir treffen uns in einem Rechteck und erzählen Ihnen die Geschichte von Thomas; einem Mann, der krampfhaft an seiner zerfallenden Familie festhält. Einem Vater, der verzweifelt nach seinem Platz in der Gesellschaft sucht, die übervoll mit Rollenklischees zu sein scheint. „Für unsere Väter“ ist ein hartes Stück Theater, das mit Raum und Zeit spielt. Unter der Regie von Rob Doornbos entstand ein dichtes Familiendrama voll Sprache, Witz und Gewalt. Autorin Friederike Wingerter entwickelte gemeinsam mit dem Ensemble den Stücktext. 
Wenn wir alle die Produkte unserer Erziehung sind, wo befindet sich die Fluchttür?

Regie Rob Doornbos / Text Friederike Wingerter / Bewegungscoaching Dörte Jensen / Schauspiel Susanne Geisel, Lukas Kunze, Christina Seidenbach, Peter Rautenberg, Hansi Schübel, Sabine Steck, Arno Vogel, Katharina Weiss / Stimme Brandon Christiansen / Technik Joannis Schafeck Greiser / Maske Viktoria Wolfram / Design Verena Schützle

Äußerlich schließt die wohl überlegte Inszenierung das Publikum bewusst mit ein, indem es wie in einer Arena um das Spiel-Geschehen herum angeordnet ist. So wird es selbst Teil der tragischen Handlung. Eine in ihren äußeren Mitteln wohltuend einfache, inhaltlich und in der szenischen Umsetzung jedoch durchdachte und reichhaltige Inszenierung voller Poesie und Tiefgang.
— Canstatter Zeitung / 27.04.2016
Dabei haben die meisten Spieler mehrere Rollen zu spielen. Scheinbar mühelos wechseln sie zwischen Charakteren und Kostümen, manchmal im Minutentakt. Doch auch das Publikum wird Teil der Familie, indem es immer wieder tatkräftig ins Spielgeschehen verwickelt wird. So vermischen sich erfrischend die Ebenen der „aktiven“ Schauspieler mit denen der „passiven“ Zuschauer.
— Canstatter Zeitung / 27.04.2016